Trauung. Ehestand.
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Wo aller Lippen dein Gebot Sich deiner freun, du lieber
erfragen,
Heiland, du!
Und alle deines Winks gewärtig stehn!
4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen
2. O selig Haus, wo Mann und Und wissend, wessen Augen auf sie sehn,
Weib in einer, In deiner Liebe eines Geistes sind, of thos
Bei allem Werk in einem Eifer brennen,
Als beide eines Heils gewürdigt, Daß es nach deinem Willen mag geschehn;
feiner d
Im Glaubensgrunde anders ist Als deine Diener, deine Hausgenossen,
gesinnt;
Wo beide unzertrennbar an dir In Demuth willig und in Liebe hangen
frei,
In Lieb' und Leid, Gemach und Das Ihre schaffen, froh und unverdrossen, Ungemach,
Und nur bei dir zu bleiben stets In kleinen Dingen zeigen große
Treu'!
verlangen
An jedem guten wie am bösen Tag!
3. Oselig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt;
Wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln
Und horchen deiner süßen Rede zu Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln,
5. O selig
Haus, wo du die Freude theilest,
Wo man bei keiner Freude dein vergißt! O selig Haus, wo du die Wunden heilest
Und aller Arzt und aller Tröster bist;
Bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, hie Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich geſendet,
Ins große, freie, schöne Vaterhaus!
Karl Johann Philipp Spitta.


