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strauchelnde Kniee erquickt; hier wischt eine unsichtbare Gnadenhand die Thräne aus dem Auge des Weinenden und mancher Kämpfer Christi, der schon erliegen wollte, siehet über sich die trüben Wolken sich theilen und eine Krone glänzen, bei deren Unblick er die Waffen ergreift, um mit neu erfrischtem Muthe in den alten Streit zu ziehen; hier weicht mit der einen großen Sorge um das Heil der Seele und die Vergebung der Sünden das ganze Heer aller kleinen Sorgen des Lebens, denn der Herr, der das Größeste für mich gethan hat, der wird auch das Kleine nicht versäumen; hier sonnet sich die Seele in dem Scheine einer Gnade, deren Geheimniß selbst den Engeln unerforschlich ist; hier ergießen sich über sie die Ströme einer Liebe, welche würdig zu preisen die Ewigkeit nicht lang genug ist; hier heißt es:» Was ist's, o Jesu, das ich nicht an Deiner Liebe habe? Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, mein Quell, da ich mich labe; mein füßer Wein, mein Himmelsbrot, mein Kleid vor Gottes Throne, meine Krone, mein Schuß in aller Noth, mein Haus, darin ich wohne.«
Gebet.
D Du liebreichster Herr Jesu! Auch für mich haft Du Deine Gnadentafel bereitet, auch für mich bist Du gestorben, auch für mich ist Dein Leib gebrochen, ist Dein Blut geflossen, auch zu mir willst Du sprechen: ,, Nehmet, effet, das ist Mein Leib; nehmet, trinket, das ist Mein Blut;" auch mich ladest Du ein: Komm du Mühseliger und Beladener, Ich will dich erquicken!" Ja Du willst meine Wunden heilen, meine Sorgen beschwichtigen, meine Angst stillen, deinen Frieden mir in die Seele ausgießen, Deine Gnadengaben mir darreichen, mit den Kräften des ewigen Lebens mein Herz erfüllen. D Herr, ich habe keine Worte, Deine Barmherzigkeit und Gnade zu preisen; aber ich folge


