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Seele verunreinigt ist, und wie wir selbst viel zu ohnmächtig und kraftlos sind, uns von unserer Krankheit auf zurichten, unsern Schaden zu heilen, unser Herz und Leben zu bessern. Nur in ein ganz leeres Gefäß willst Du Deine Gnade ausgießen, nur ein völlig zerschlagenes Herz kannst Du gesund machen. Gieb uns ein solches Herz, das nirgend mehr, als in Deinem Blut und Wunden, seine Hülfe und sein Heil sucht, und wasche Du selbst uns rein von allen unsern Sünden und Missethaten. Weil aber das Herz nicht bloß ein tropiges, sondern auch ein sehr verzagtes Ding ist, weil es schwer glauben will an. Deine große, unaussprechliche Gnade und Barmherzigkeit, so erlöse uns von allem Zweifelmuth und aller Bangigkeit, welche die arme Seele quält und verleihe uns durch Deinen Geist einen festen, fröhlichen Glauben an die er lösende Kraft Deines Blutes, an Dein völlig zureichendes Verdienst, damit wir getroft und in voller Zuversicht Dein Wort ins Herz fassen: Wenn eure Sünde gleich blutroth ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie gleich ist, wie Rosinfarbe, soll sie doch wie Wolle werden;" damit wir uns dem Gnadenstuhle nahen und besprengt werden mit Deinem Blute, als dem Blute eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, und das heilsame Del des aus Deinem vollgültigen Verdienste fließenden Trostes in unser armes Herz sich ergieße, und es auch von uns heiße:„ Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht worden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unseres Gottes." Amen.
Mittwoch.
Melod. Herr, ich habe mißgehandelt. Ach! mein Jesu, welch' Verderben Wohnet doch in meiner Brust! Denn mit andern Adamserben Steck' ich voller Sündenlust. Ach! ich muß Dir nur bekennen: Ich bin Fleisch von Fleisch zu nennen.
Wie verkehrt sind meine Wege! Wie verderbt mein alter Sinn, Der ich zu dem Guten träge Und zum Bösen fertig bin!


