Anhang.
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ich die Wunden schau', Auf dich vertrau', Da finden thu' Auch in den Aengsten Rub'. Nichts wird mir da zu schwer, Was peinigt febr; Zu allem Streit Bin ich bereit.
5. O Jefu treu, Welch Wunder dein Gebäu, Darin die Pforten sein Die Wunden dein. Laß mich nur ein, Eo werd' von Sünden rein; Mit dir vereine mich, Will lieben dich, Da treff' mein Theil, Da ist mein Heil. Laß mir die Pforten sein Die Wunden dein.
292.( 277) Kind willst du selig werden, Demüthig mußt du sein; Ohn' Demuth nichts auf Erden Hilft dir zum Himmel ein, Noch Gunst, noch Kunst, noch Geld, noch Gut, Noch Marter, noch vergossen Blut; Ohn' Demuth Alles thu, Bleibt doch der Himmel zu.
2. Die Demuth die wir loben, Das Prå gibt Jedermann, Nicht sigen will fie oben, Sie setzt sich untenan; Sehr hoch die Demuth Alle acbi't, Zur Dienerin sich Allen macht, Eich hinter alle ftellt; Nichts von sich selber hält.
3. Die Demuth meint, es müffe Nur regnen Feu't und Schwert, Getreten sein mit Füßen, Das sei sie alles werth, Was ihr gescheh' und wie es geb', Lobt Gott, ist froh, nicht flagt ihr Weh, Eie sagt, all' Trübfal voll, Es steht noch gar zu wohl.
4. Die Demuth läßt sich finden, Wo sie Beschwerniß find't; Sich selbst will überwinden, Gebt durch, als wär' fte blind, Im Hospital schter Tag und Nacht Bei Kranken, wo ste fann und mag; Also die Demuth fämpft Und ihre Hoffahrt dämpft.
5. Die Demuth läßt sich sagen, All's, was man von ihr weiß; Vom neidischen Beklagen Wird ihr der Kopf nicht heiß; An sich will sie kein' Tugend sehn, Allein sie steht, wo Mängel stehn, Das Gegenthell durchaus In ihres Nächsten Haus.
6. Die Demuth will nicht tragen Gewand, das föstlich fei, Sie haffet fchöne Kragen Ulno fonft'ge Ziereret. Ob auch von holdem Angesicht, Gefallen will den Menschen nicht; Wer Gott gefällt, ist schön, Schöner, als Sonn' und Mond.
7. Die Demuth zu viel schwägen Hat weder Lieb' noch Luft, Hält für gering sich schagen, Das Reden unbewußt;
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