142
Psalm 141. 142.
belthätern, daß ich nicht esse von dem, das ihnen geliebet. 5. Der Gerechte schlage mich freundlich, und strafe mich; das wird mir so wohl thun, als ein Balsam auf meinem Haupte; denn ich bete stets, daß sie mir nicht Schaden Abu.
6. Ihre Lehrer müssen gestürzt werden über einen Felsen, so wird man dann meine Lehre hören, daß sie lieblich sei.
7. Unsere Gebeine sind zerstreut bis zur Hölle, wie einer das Land zerreißt und zerwühlt.
8. Denn aufdich, Herr Herr, sehen meine Augen, ich traue auf dich, verstoße meine Seele nicht.
9. Bewahre mich vor dem Strick, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Uebelthäter.
10. Die Gottlosen müssen in ihr eigenes Netz fallen mit einander; ich aber immer vorüber gehen.
Psalm 142.
Davids Gebet um Hülfe und Errettung.
1. Eine Unterweisung Da
vids zu beten, da er in der Höhle war. Ich schreie zum Herrn mit
meiner Stimme, ich flehe dem Herrn mit meiner Stimme.
3. Ich schütte meine Nede vor ihm aus, und zeige an vor ihm meine Noth.
4. Wenn mein Geist in Aengsten ist, so nimmst du dich meiner an; sie legen mir Stricke auf dem Wege, da ich auf gehe.
5. Schaue zur Rechten, und siehe, da will mich Niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen, Niemand nimmt sich meiner Seele an.
6. Herr, zu dir schreie ich, und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Theil im Lande der Lebendigen.
7. Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt; errette mich von meinen Vers folgern, denn sie sind mir zu mächtig.
8. Führe meine Seele aus dem Kerter, daß ich danke deinem Namen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohl thust.


