Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch, in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge, 1) Für Gesunde; 2) Für Betrübte; 3) Für Kranke; 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen, nebst den Fest- Andachten [...] von Johann Friedr. Starck [...]
Entstehung
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110 Die gottjelige Mutter dankt GOtt,

die Glieder unverletzt und gesund erhalten, und so in seiner Gnade und Schuß von einem Alter zum andern gelangen lassen.

Gebet.

Barmherziger und gnädiger GOtt! wie iſt mein Herz erfreut, daß ich nun auch die Zeit erlebt habe, da ich mein Kind der Mutter­brust entwöhnen kann. Oliebreicher GOtt! du hast mir dieses Kind nach deiner Güte ge­geben, unter so vielen Zufällen erhalten, ihm fein ganzes Leben gefristet, u. es bereits ſo weit kommen lassen, daß es zu seiner Erhal­tungstärkererSpeisebedarf. Gelobt ſei deine Barmherzigkeit, daß du ihm die Mutter bruſt bisher geſegnet hast, daß es zu Kräften ge­kommen ist, u. von dir das Gedeihen empfan­gen hat. Habe Dank für deinen Segen; habe Dank für deinen Schutz; habe Dank für deine Treue u. Gnade. OHErr! du thust alle Tage noch das größte Wunder, da du in der Mut­terbrust Speise u. Trank in Milch verwan­delst, u. derselben eine nährende Kraft beile­gest, daß die Kinder dadurch gelabt, erquickt und gestärkt werden. Ach GOtt! hast du nun meinem Kinde die Mutter- Milch gedeihen lassen, so segne ihm auch die übrige Speise u. seinen Trank, wozu ich es gewöhnen will; gieb, daß es sich dazu willig bequeme; laß es auch dadurch ferner wachsen, u. mit jedem