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Gesangbuch für die Evangelisch-Protestantische Kirche des Großherzogtums Baden
Entstehung
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Birken, Sigismund von, Betulius aenannt, geb. 1626 bei Eger, mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus vohmen flüchtig, Erzieher an verschiedenen Höfen, von Ferdinand III. geadelt und als Dichter gekrönt, 1681 als Privatgelehrter in Nürnberg. 296.

Bogatky, Karl Heinrich von, geb. 1690 zu Jankowe( Schles.), seit 1746 als Privatmann im Waisenhaus zu Halle a./S., als dessen Wohlthäter 1774 ,, Verf. ¡ ahlreicher Erbauungsschriften. 167. 241.

Brandenburg- Culmbach, Markgraf Albrecht von, geb. 1522 zu Ansbach, ein unruhiger und streitlustiger Fürst, 1554 geächtet, flieht nach Frankreich, wo er nach völliger Sinnesänderung das ihm zugeschriebene Lied ge­dichtet haben soll; 1557 zu Pforzheim bei seinem Schwager Markgraf Karl II. 314.

Brauer, Friedrich, Großh. badischer Staatsrat und Kirchenratsdirektor, 1754 bis 1813. 289. 336.

Buchka, Johann Simon, Konrektor und Prediger in Hof, 1705-1752. 299. Bürde, Samuel Gottlieb, geb. 1753 in Breslau, Kanzleidirektor daselbst, 1831 als Kammerdirektor in Berlin. 33. 275. 303. 435.

Burmeister, Franz Joachim, Pastor in Lüneburg, 1688. 403.

Glausniker, Tobias, geb. 1619 bei Annaberg, zu Ende des 30jährigen Kriegs schwedischer Feldprediger, hielt auf Wrangels Befehl die westfälische Friedens­predigt zu Weiden( Oberpfalz) und starb 1684 als 1. Pfarrer und fur­pfälzischer Kirchenrat daſelbst. 40.

Cramer, Johann Andreas, geb. 1723 zu Jöhstadt im Erzgebirge, angesehener Kanzelredner, Pfarrer in Crellwig, Quedlinburg, Kopenhagen und Lübeck, zuletzt Professor in Kiel und 1788 als Kanzler daselbst. 177. Craffelius, Bartholomäus, geb. 1667 zu Wermsdorf bei Glauchau, Schüler August Hermann Franckes, 1724 als Pfarrer in Düsseldorf. 12. 158. Dach, Simon, aus Memel, Professor der Dichtkunst in Königsberg, 1605 bis 1659. 421.

Danneil, Johann Friedrich, 1719-1772, Konsistorialrat und Pfarrer in seiner Vaterstadt Quedlinburg. 133.

1911.

Decius, Nikolaus, ursprünglich Mönch, seit 1523 angeblich Prediger in Stettin, wo er 1541 starb. Seine beiden Lieder Nr. 96 und 156 sind übertragungen lateinischer Gesänge.

Denicke, David, geb. 1603 in 3ittau, 1680 als Konsistorialrat in Hannover. Mit Justus Gesenius gab er das- nachmals so einfluß­reiche Gesangbuch von 1646 heraus, in welchem zum erstenmal grund­säglich und planmäßig ältere Lieder nach neuerem Geschmacke umgedichtet erscheinen. 225. 249.

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237.

Değler, Wolfgang Christoph, geb. 1660 zu Nürnberg, Konrektor der Schule zum heiligen Geist daselbst, viel kränklich, 1722. Diterich, Johann Samuel, 1721-1797, ein Berliner, Oberkonsistorialrat und Pastor zu St. Marien daselbst, war der eigentliche Führer der Gesang­buchstürmer und hat durch seine willkürlichen und weitgehenden Änderungen viele ältere Lieder verschlechtert. 229. 245.