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Gebete vor und nach Gewittern.
nennen darf, meinen Vater, durch Jesum Chriftum. Wie groß ist deine Macht im Wetter, du Gott der Ehren!
Du siehest die Erde an, so bebt sie; du rührest die Berge an, so rauchen sie. Aber wie groß ist auch deine Weisheit und Güte, welche unfrer Erde auch in Wettern wohl thut, die schwüle Luft von schädlichen Dünsten reiniget, die welkenden Gewächse erfrischet, und die schmachtenden Geschöpfe erquis cket! Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast fie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Olaß mich jetzt mit kindlicher Ehrfurcht und Freude hinaufsehen nach deiner heiligen Höhe! Laß meine Andacht nicht seyn, wie das Gebet der Sünder und Heuchler, die im Wetter sclavisch zittern, aber bei heiterm Himmel dich vers geffen und deiner spotten. Ich weiß, daß du, mein Schöpfer, alle Dinge in der Welt zu Werkzeugen deiner Gerechtigkeit machen, und zum Verderben der Sünder brauchen kannst; das Sandkorn eben sowohl, als den Blitz einer Wetterwolke. Aber wenn ich nur immer fromm und gottesfürchtig wandle, und dazu gib bu mir Gnade! alsdann kann ich mich jederzeit deiner Gnade freuen, die sich unser in Christo Jesu erbarmet, und keine Lust hat am Verderben des Sünders: alsdann kann ich den Trost haben, daß ohne dich kein Haar von meinem Haupte fällt; daß ohne deinen Willen kein Vers berben meine Hütte, kein Schaden unsre Felder trifft; oder wenn du auch eine Prüfung über mich wolltest kommen lassen, daß doch Alles zu meinem Besten von dir wird gelenket werden. Hier bin ich denn, mein Vater! Mit Allem, was ich bin und habe, ergebe ich mich in deine Vaterhuld, und über. laffe mich deinem Schuß.
Bewahre mich und die Meinigen und alle Menschen! Behüte die Früchte des Landes, und segne uns an Seele und Leib mit deinen Gütern. Gott, tröste uns! Laß leuch, ten dein Antlitz über uns, so genesen wir. Amen.
Danksagung nach dem Ungewitter. Du, Herr, haft Großes an mir gethan, und aus Gnade den Schaden abgewendet, den dieses fürchterliche Wetter hätte anrichten können. Lob und Dank bringt unser Herz: denn von dir allein und deiner väterlichen Erbarmung kommt diese Hülfe. Stets wollen wir daran gedenken, daß du Alles gebrauchen kannst, um uns deine Macht zu unserm Unglücke fühlen zu lassen. Immer wollen wir in deiner Furcht wans


