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Gebet vor dem Gebrauch des heiligen Abendmahls.
Herz über deine unaussprechliche Wohlthätigkeit, und mein Mund frohlocket über dein großes Erbarmen. Erwecke meine Seele, daß sie dich dafür immer erhebe. Ich wäre das uns dankbarste Geschöpf, wenn ich deine Barmherzigkeit, mit der du mich zu deinem Kinde wieder angenommen, je vergessen konnte, wenn ich für die neugeschenkte Gnade dir nicht von ganzem Herzen dankbar wäre. Laß mich diese Gnade nie wieder durch vorsätzliche Sünden verlieren, sondern darin bis an mein Ende verharren. Dir übergebe ich mich auf das Neue zu deinem Dienste. Dir will ich leben, die mit einem heiligen Wandel auf Erden danken, dich einst mit verklärten Lippen ewig preisen. Amen.
Gebet vor dem Gebrauch des heiligen Abendmahls. Göttlicher Erlöser, Herr Jesu Christe! du hast dein Gedächts
niß der Bunder deiner Liebe gestiftet, und dein heiliges Abends mahl zum Trost und zur Glaubensstärkung für deine Verehrer angeordnet, und auch mich läsfest du noch jetzt einladen, diese feierliche Handlung gemeinschaftlich mit meinen Nebenchriften zu begehen. Wie glücklich bin ich, o Herr, daß ich dich, den einigen und vollkommenen Mittler zwischen Gott und Mens schen, daß ich deine Lehre und dein Heil kenne, daß ich dich meinen Herrn und Erlöser nennen, mich deiner feligen Ges meinschaft rühmen, und zu deinen Erlösten und Freunden zäh len darf! wie viel habe ich dir, meinem Heiland, zu dans ken! Wie unwissend, wie verderbt, wie trosftlos, wie elend würde ich ohne dich und deine Gnade seyn: wie unerträglich würde mir die Last meiner Sünden, wie fürchterlich die Er wartung der damit verdienten Strafen, wie schrecklich der Anblick des Todes und des Grabes seyn, wenn du uns nicht felbst den gnädigen Willen Gottes bekannt gemacht, wenn du dich nicht zum Opfer für unsre Sünden dahingegeben, und uns durch deinen Tod Gnade, Leben und ewige Seligkeit erworben hättest! Ja, alles Licht, das mich erleuchtet; als ler Trost, der mich erquicket; alle Hoffnung, die mich bes lebet, sind Geschenke deiner unverdienten Liebe. Wie theuer soll mir denn nicht dein Gedächtniß seyn! Würde ich nicht der undankbarste unter allen Menschen seyn, wenn ich dein vergåße; wenn ich mit Kaltsinn und Gleichgültigkeit an bich gedachte; wenn ich mich weigerte, dir die Ehre und ben Dank zu geben, die dir gebühren? Nein, göttlicher Erldser! ich folge deiner liebreichen Einladung mit Begierde


