Druckschrift 
Gesangbuch für die protestantische Kirche des Königreichs Bayern : [nebst] Anhang von Gebeten
Einzelbild herunterladen

12

Allgemeine Lobgesänge.

Frommen Gehnen. Er segnet fie; wenn Unfall droht, er löst er sie von Sorg' und Noth, und zählet ihre Thrå­

nen.

4. Jauchzt, Völker, jauchzt: Gelobt sey Gott! Preist ihn durch frohe Lieder! Jauchzt, Berge, nach: Gelobt sey Gott! Ihr Thåler, hallt es wieder: Gelobt sey Gott! Voll Lust und Dank soll unser ho­Her Lobgesang den Herrlichen erheben! Der Frevler zittre! Neuer Muth und frommer Andacht heil'ge Gluth soll un. ser Herz beleben!

-

ren Lauf; und selig ist der Mensch- er denkt: Du bist's, der auch sein Schick. sal lenkt.

3. Wie weise, groß und herrlich ist, Aherrscher, was dein Rath beschließt! Die Kronen sind in deiner Hand; dem Weisen gibst du den Vers stand, dem Fiben seinen Hels denmuth; dein Werk ist, was er Großes thut. Durch dich erringt ein Volk den Sieg; durch dich entfleucht der wilde Krieg, und Friede führt uns Ruh' und Glück, die Ordnung und das Recht zurück!

4. Das Feld belohnt auf Mel. Herr Gott, dich loben 2c. dein Geheiß des treuen Land manns es blu­

22. Dich, Höchster, prei. het Kunst und Wissenschaft

sen wir! Herr Gott, wir dans ken dir! Dein Segen strömt durch deine Welt; und du bist's, der auch uns erhält. Drum steigt im hohen Jubel­ton auch unser Lied zu deinem Thron! Unendlicher, wer ist, wie du? Uns rufen alle Him mel zu: Der uns erschuf, ist groß! an Macht und Weis­heit groß! an Huld und Lies be groß! ist unermeßlich groß!

und alles, Herr, durch deine Kraft! Empor vom Staube flehen wir voll froher Zuver­sicht zu dir; zu dir, der uns im Himmel hört, und lieb. reich unsre Freuden mehrt. Kein Wesen ist vor dir zu klein; du willst sein milder Vater seyn.

2. Wie groß war deine Herrlichkeit schon vor dem An­beginn der Zeit! Doch woll­test du, und es geschah; zahl­lose Welten standen da, und jede trat die weite Bahn, auf deinen Wink, mit Freuden an. Sie gehen unter, sie geh'n auf, und immer lenkst du ih.

5. Von deines hohen Na­mens Ruhm erschallt auch jetzt dein Heiligthum. Wie wohl haft du an uns gethan! Nimm unsers Dankes Opfer an; und öffne deine Vaterhand auch ferner über unser Land! Laß jeden Stand gesegnet seyn, und fromm sich deines Segens freu'n! Dann tönt einst lau­ter noch, als hier, Gott, unser Dank hinauf zu dir. Amen!