Sonntags und allgemeine Gottesdienstlieder.
Eigne Melodie.
34. Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen, erhebe dich, gebücktes Haupt; es kommt der angenehme Morgen, da Gott zu ruhen hat erlaubt, da Gott zu ruhen hat befohlen und selbst die Ruhe eingeweiht; auf, auf, du hast vorhin viel Zeit dem Dienst des Herren abgestohlen.
2. Auf, laß Egyptens eitles Wesen, die Stoppeln und die Biegeln, stehn; du sollst bethautes Manna lesen und in des Herren Tempel gehn, ihm zu bezahlen deine Pflichten und zur Vermehrung seines Ruhms die Werke deines Priesterthums in tiefster Andacht zu verrichten.
3. Mein Gott, ich bin vor dir erschienen und gebe auf dein Winken Acht; wie kann ich dir gefällig dienen, wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie wird mein Herz in dir erfreuet, wenn er nicht stillt der Sünden Qual? Wie bet ich, wenn er meine Schal mit reinem Weihrauch nicht bestreuet?
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4. Kann meine Harfe lieblich klingen, wenn sie dein Finger
nicht berührt? Kann ich die düstre Nacht durchdringen, wenn dieser Leitstern mich nicht führt? Kann ich ein süßes Opfer werden, wenn diese Flamm nicht in mich fährt und mich in deiner Lieb verzehrt, und hebet von dem Staub der Erden?
5. Mein Jesus hat mein Herz so theuer zu seinem Tempel eingeweiht; hier ist sein Herd, hier ist sein Feuer, die Fülle seiner Herrlichkeit, sein Heiligthum, sein
Stuhl der Gnade, sein Licht und
Recht; das Himmelsbrod, die Geistesfrucht, und sein Gebot erfüllen diese Bundeslade.
6. Herr, höre, was ich innig bitte, vergönne meiner frommen Seel, die Thür zu hüten deiner Hütte, die ich vor großen Schlös sern wähl. O Paradies, o liebste Kirche, o Außenwerk, o feste Pfort der Gottesstadt, o stiller Port, o Zions schönstes Vorgebirge.
7. Hier such ich mir ein Neft zu bauen; hier find ich meinem Grab ein Mal. Indessen geb fich mir zu schauen, o Lebenslicht, dein Gnadenstrahl, so feir ich recht den Tag der Sonnen, so hab ich meine Ruh in dir; ach, habe du dein Werk in mir, vollführe, was du hast begonnen.
8. Wann sich des Lebens Werktag enden, so ruh von allem Frohndienst los mein Geist in deinen Vaterhänden, mein Leib in seiner Mutter Schoß, bis beides feiern wird dort oben, wo man in ficherm Frieden ruht, nichts denket, redet oder thut, als dich zu lieben, dich zu loben.
Christoph Wegleiter, geb. 1659,+ 1706. Mel. Unser Herrscher, unser: c.
35. Thut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein; ach, wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich feyn! Hier ist Gottes Angesicht; hier ist lauter Trost und Licht.
2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, fomme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung haft genommen, da ist lauter Himmel Eier. Beuch


