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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Anhang kurzer Gebete [und] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
Entstehung
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Lob und Danklieder.

10. Vor Andern füß ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast. Wie viel thut fie mir doch zu Gute, und ist mir eine sanfte Laft. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, daß ich von deinen Liebsten sey.

11. Ich hab es ja mein Lebe­tage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage getreu durch alles haft ge­führt. Denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr.

12. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden nicht trium­phirend einher gehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig seyn.

13. Ich will von deiner Güte fingen, so lange fich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wann der Mund wird kraftlos seyn, so stimm ich doch mit Seufzen ein.

14. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wann ich bei deinen Engeln bin; da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor.

Johann Menger, geb. 1658,+1734.

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Gnad und Liebeszeichen. Tau­send, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!

2. Herr, entzünde mein Ge­müthe, daß ich deine Wunder­macht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht: denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!

3. Denk ich nur der Sünden­straßen, drauf ich häufte Schuld mit Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Lang­muth und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Erbarmen. Tausend, tau­sendmal sey dir, großer König, Dank dafür!

4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hier zu ergründen. Tau­send, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!

5. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgeföhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend, tau­sendmal sey dir, großer König, Dank dafür!

Mel. Jesu, meines Lebens zc.

12. Womit soll ich dich wohl loben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott! Denn ich kann mit nichts erreichen deine

6. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit find vor deinem Ange­ficht; du, du trittst hervor in Klarheit, in Gerechtigkeit, Ge­richt, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!