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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Anhang kurzer Gebete [und] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
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Lob und Danklieder.

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9. Wie ein Vater feinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus der Bahne weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu Gut, will mein Fehlen mit der Ruth und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, find es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinn entgehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wann der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände zu dir, Bater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeif lob und lieb in Ewigkeit.

Paul Gerhardt, geb. 1806,+1676. Eigne Melodie.

8. Lobe den Herren, den mäch­tigen König der Ehren, meine

geliebete Seele, das ist mein Be­gehren; kommet zu Hauf, Psalter und Harfe wacht auf, lasset den Lobgesang hören!

2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittigen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir immer gefällt; hast du nicht dieses ver­spüret?

3. Lobe den Herren, der künst­lich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wie viel Noth hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet?

4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet!

5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abra­hams Samen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht; lobend beschließe mit Amen!

Joachim Neander, geb. 1640,+ 1680. Mel. Es ist das Heil uns zc.

9. SeyLob und Ehr dem höch­sten Gut, dem Bater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüthe mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt: Gebt unserm Gott die Ehre!

2. Es danten dir die Him­melsheer, o Herrscher aller Thro­nen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten

wohnen, die preisen deine Schöp­sermacht, die alles also wohl be­