Lob und Danklieder.
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7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn.
8. So lange dieses Leben währt, sey er stets unser Heil, und bleib auch, wann wir von der Erd abscheiden, unser Theil.
9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh.
Paul Gerhardt, geb. 1606,+ 1676.
Mel. Nun danket all und bringet zc. 6. Ich finge dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust! Ich fing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt.
2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seyst, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt.
3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd?
4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns geseßt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen nett?
5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Del und Most zu seinen Zeiten findt?
6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, werthen Fried in unserm Vaterland?
7. Ach, Herr mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun; du hältst die Wach
an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn.
8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, herzlich bei.
9. Du strafft uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer.
10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht.
11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, und was sein Kummer sey; fein Zähr- und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.
12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wann uns die Erd entgeht.
13. Wohlauf, mein Herze, fing und spring und habe guten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.
14. Er ist dein Schaß, dein Erb und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, schafft Rath und läßt dich nicht.
15. Was fränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht!
16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückss lauf hat er zurückgekehrt!


