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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Anhang kurzer Gebete [und] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
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Lob und Danklieder.

Erster Chor. du figst zur Rechten Gottes gleich ein Richter du zukünftig bist

4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein,

laß uns im Himmel haben Theil hilf deinem Bolt, Herr Jesu Christ,

wart und pfleg ihr zu aller Zeit, 5. Täglich, Herr Gott, wir loben dich

Behüt uns heut, o treuer Gott, Sey uns gnädig, o Herre Gott, Belg uns deine Barmherzigkeit, Auf dich hoffen wir, lieber Herr,

Beide

Zweiter Chor. mit aller Ehr ins Vaters Reich; alles, das todt und lebend ist. die mit deim theurn Blut erlöset seyn;

mit den Heiligen in ewigem Heil; und segen, das dein Erbtheil ist;

Eigne Melodie.

2. Nun lob mein Seel den Herren, was in mir ist, den Namen sein; sein Wohlthat thut er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein! Hat dir dein Sünd vergeben und heilt dein Schwach­heit groß, errett dein armes Le­ben, nimmt dich in seinen Schoß, mit rechtem Trost beschüttet, ver­jüngt dem Adler gleich; der Herr schafft Recht, behütet, die leiden in seim Reich.

2. Er hat uns wissen lassen fein herrlich Recht und sein Ge­richt, darzu sein Güt ohn Maßen; es mangelt an Erbarmung nicht. Sein Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld; die Gnad thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist

und heb fie hoch in Ewigkeit. und ehrn dein Namen stetiglich.

vor aller Sünd und Missethat! sey uns gnädig in aller Noth! wie unser Hoffnung zu dir steht; in Schanden laß uns nimimer­mehr.

Chöre.

Amen!

Dr. Martin Luther, geb. 1483,+ 1546.

hoch erhaben ob den, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend ist unser Sünd dahin.

3. Wie sich ein Mann erbar­met über sein junge Kindelein, so thut der Herr uns Armen, wenn wir ihn findlich fürchten rein; er kennt das arm Gemächte und weiß, wir sind nur Staub, ein nichtiges Geschlechte, ein Blum und fallend Laub: der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da: also der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah.

4. Die Gottesgnad alleine bleibt stet und fest in Ewigkeit bei seiner lieben Gmeine, die keht in seiner Furcht bereit, die feinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet seins Lobs und dient zu­gleich dem großen Herrn zu Ehren