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Die
Haustafel.
Etliche Sprüche für allerlei heil. Orden und Stände, dadurch dies felbigen, als durch eigne Lection, ihres Umts zu ermahnen
Den Bischöffen, Pfarrern und Predigern.
Ein Bischoff soll unsträflich seyn, eines Weibes Mann nüchtern, masia, fittig, gastfrei, lehrhaftig, als ein Haushalter Gottes, nicht ein Beinläufer, häffig, nicht unehrliche Handthierung treiben, nicht haberhaftig, geigig, der seinem Hause wohl fürftehe, der gehorfame Kinder habe, mit aller Ehrbarkeit. 1 Tim. 3, 2. Tit. 1, 6.
Was die Zuhörer ihren Lebrern und Seelsorgern zu 24thun schuldig sind.
Effet und trinket, was sie haben, denn ein Arbeiter ist seines Lohnes werth. Luc. 10, 17.
Der Herr hat befohlen, daß die, so das Evangelium verkündis gen, sollen sich vom Evangelio nähren. 1 Cor. 9, 14.
Der unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Gal. 6. 6. 7.
Die Welteften, die wohl fürstehen, die halte man zwiefacher Ch ren werth. 1 Timoth. 5, 17. 18.
Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen, denn sie wachen über eure Seelen; daß fie es mit Freuden thun, und nicht mit Eeuf. zen, denn das ist euch nicht gut. Hebr. 13, 17.
Von der weltlichen Obrigkeit.
Jedermann sey unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Wer sich derselben widerseget, der widerstrebet Gottes Ordnung. Röm. 13, 1. 2. 3.
Von den Untertbanen.
Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes Gottes ift. Matth. 22, 21.
So send nun aus Noth unterthan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhalben müßt ihr auch Schoß geben, denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schus sollen handhaben. Röm. 13. 5. 6. 7.
So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst thue Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen. 1 Tim. 2, 1. 3. Send unterthan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sey dem Könige, als dem Obersten. 1 Per. 2, 13. 14.
Den Ehemannern.
The Männer, wohnet bei euren Weibern mit Vernunft, und gebet dem Weiblichen, als dem schwächsten Werkzeuge, seine Ehre. 1 Pet. 3, 7. und seyd nicht bitter gegen fie. Coloff. 3, 18.


