Erstes Buch. Achtes Kapitel. 21.
oder Schönheit deines Körpers, welche eine Leichte Krankheit vernichten oder entstellen kann. Werde nicht eitel auf deine Geschicklichkeit oder dein Talent, damit du Gott nicht mißfallest, von dem Alles herkommt, womit immer die Natur dich ausgerüstet hat.
3. Halte dich nicht für besser als Andere, damit nicht Gott, vor dem das Innere der Menschen bloß und aufgedeckt ist, dich für schlechter halte. Sei nicht stolz auf deine guten Werke; denn die Urtheile Gottes sind anders, als die Urtheile der Menschen. Ihm mißfällt gar oft, was diesen gefällt. Wenn etwas Gutes an dir ist, so halte Andere noch für besser, damit du die Demuth bewahrest. Es schadet dir nichts, wenn du dich Allen nachsegest; es schadet dir dagegen sehr viel, wenn du auch nur einem Einzigen dich vorziehest. Der Demüthige genießt eines beständigen Friedens; aber in dem Herzen des Hoffärtigen ist beständiger Zorn und Erbitterung.
Achtes Kapitel.
Von Vermeidung allzugroßer Ver
traulichkeit.
1.
icht Jedem eröffne dein Herz, sondern überlege mit Weisen und Gottesfürchtigen deine Angelegenheit. Mit jungen und fremden Leuten habe wenig Umgang. Schmeichle den Reichen nicht, und erscheine ungern vor


