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5. Wie soll denn dies geschehen? Ich kenne keinen Mann. Jungfrau! du wirst sehen, Was Gottes Allmacht kann. Er sendet Seinen Geist,
Der wird dich überschatten, Damit du Mutter seist.
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6. In ihren alten Tagen Kann auch Elisabeth Von Seinen Wundern sagen, Die nun gesegnet geht. Sie hieß zwar unfruchtbar!
Doch Dem ist nichts unmöglich, Der seyn wird, ist und war. 7. Da sprachst du tief geneiget:
Ich bin des Höchsten Magd; Was du mir angezeiget,
Das sei, wie du gesagt. Ofreudenvolles Wort!
Der Bote Gottes eilet Mit seinem Auftrag fort. 8. Von Seines Vaters Freuden
Kam jetzt das Wort herab, Für Sünder hier zu leiden, Zu suchen Tod und Grab. Er wählte deinen Leib,
Mit Fleische Sich zu kleiden, Gebenedeites Weib!
9. Den Schatz, den du empfangen, O bring Ihn bald zur Welt! Wir warten mit Verlangen, Denn Er ist jener Held, Der uns're Bande bricht,
Und aus des Todes Schatten Uns rufet in das Licht.


