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Ein schon bedeutender Abschnitt der Zeit ist die Stunde, deren jeder Schlag, wie ein Heiliger sich ausdrückt, eine Mahnung Gottes zur heilsamen Verwendung der Zeit ist; denn es liegen so viele Zeittheilchen in ihr, die zum Sterben Zeit genug sind, daß wir während Einer Stunde hundertmal sterben könnten. Aus vier und zwanzig solchen Stunden besteht der Tag. Die Erde bringt während desselben etwas Ungeheures zu Stande, sie bewegt sich Einmal um sich selbst herum und kehrt so alle ihre Seiten der Sonne zu, um sie erleuchten und erwärmen zu lassen. So soll der Mensch um seinen Schöpfer sich bewegen, beim Beginne des Tages von Gott ausgehen, während desselben Alles auf Ihn beziehen und am Schlusse desselben wieder zu Ihm zurückkehren, um durch Seine Gnade erleuchtet und zu allem Guten erwärmt zu werden. Sieben solche Tage bilden eine Woche, deren erster Tag ausschließlich dem Herrn, deren sechs folgende Tage aber der fleißigen Erfüllung der Berufspflichten, durch die man auch wieder dem Herrn dient, zu weihen sind. Vier solche Wochen und etliche Tage geben einen Monat, während dessen der Mond mehrmals seine Gestalt ändert und durch diese Wandelbarkeit, welcher auch alles andere Irdische unterworfen ist, der Vergänglichkeit desselben uns gemahnt. Zwei und fünfzig Wochen
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