Zu aller Zeit lobe Gott und bitte Ihn, daß Er deine Wege leite und daß alle deine Unternehmungen in Ihm befestigt seien."
Tob. 4. 20.
Die
Zeit.
Unser Leben ist ein Wandel durch die Zeit in die Ewigkeit. Es ist aber die Zeit etwas so Geringes und Kurzes, daß sie, wie der heil. Augustin sagt, gar nicht meßbar ist; denn indem wir sie meffen wollen, ist sie schon verschwunden und Vergangen= heit geworden; was aber erst kommt, ist noch nicht da, ist also auch noch nicht Zeit, sondern Zukunft. - Ist aber die Zeit so blikschnell erscheinend und verschwindend, daß sie, wenn sie kaum gekommen, schon wieder geht, wer sieht nicht ein, wie gierig man sie erfaffen und wie man Wucher mit ihr treiben muß. Der Wucher mit ihr ist der einzig vernünftige. Sie ist, so sagt ein weiser Mann, dem enteilenden Stromwasser gleich. Wie du nun von diesem nur so viel hast, als du daraus schöpfest, so hast du auch von der Zeit nur so viel, als du nüßlich
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