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Gebet
am Donnerstage beim Angstläuten.
Herr Jesu! traurig gingest Du Der Todesangst im Delberg zu; Daß Deiner warten große Schmerzen, Sah'st Du, allwissend, in dem Herzen. Mein Vater! nimm den Kelch von mir! Entfloß die heiße Bitte Dir: Der Meine nicht Dein Will' geschehe; Dies ist es, Vater! was ich flehe.
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Du batest- und der Kelch wich nicht; Du sank'st auf's blasse Angesicht;
Da stieg des Trostes Engel nieder, Goß Himmelkraft in Deine Glieder.
Die Todesfurcht, die Dich umschlang, Und dreimal zum Gebete drang,
Hieß Deinen Kampf so heftig werden, Daß blutig rann Dein Schweiß zur Erden. Du siegtest, und nun fandest Du Die Jünger in der tiefen Ruh;
Aus schwerem Traum der Schlummerstunde Rief'st Du sie auf mit sanftem Munde.
Zwar ist bereit der Geist; doch ach! Das Fleisch am Menschen- dies ist schwach.


