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Du ein Gefäß der Auserwählung, ein wür diger Gegenstand des göttlichen Wohlgefallens, die Bewunderung und Freude der Engel. Nie, auch nicht einen Augenblick lang, warst Du ein Unterthan der Sünde und des Höllenfeindes. O welcher Vorzug! Aber wie viele Ursachen finde ich in mir, mich zu verdemüthigen und zu erniedrigen? Ich bin in Sünden empfangen und geboren! Noch darüberhin drückt mich das Bewußtsein mei ner eigenen freiwilligen nach der Taufe begangenen Sünden. Deswegen fliehe ich beschämt und reuevoll zu Dir, o Makellose! demüthig bittend: Du wollest jetzt, und be sonders einst, wann ich vor Deinem göttli chen Sohne, meinem Richter, erscheinen muß, alle Mafel meiner Seele mit dem schneeweiBen Kleide Deiner vollkommensten Unschuld bedecken; Du wollest mir jetzt bei Gott, der Dich so ausgezeichnet hat, einen immerwäh renden wahren Abschen vor aller freiwilligen Sünde, ein wahrhaft bußfertiges Herz, und einstens die Gnade erhalten, daß ich gereini get von allen Sünden meinen Geist in die Hände meines Schöpfers aufgeben möge.
Durch deine heilige Jungfrauschaft und unbefleckte Empfängniß, o allerkeuschefte Jung


