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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
Entstehung
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Du ein Gefäß der Auserwählung, ein wür diger Gegenstand des göttlichen Wohlgefallens, die Bewunderung und Freude der Engel. Nie, auch nicht einen Augenblick lang, warst Du ein Unterthan der Sünde und des Höl­lenfeindes. O welcher Vorzug! Aber wie viele Ursachen finde ich in mir, mich zu ver­demüthigen und zu erniedrigen? Ich bin in Sünden empfangen und geboren! Noch darüberhin drückt mich das Bewußtsein mei ner eigenen freiwilligen nach der Taufe be­gangenen Sünden. Deswegen fliehe ich be­schämt und reuevoll zu Dir, o Makellose! demüthig bittend: Du wollest jetzt, und be sonders einst, wann ich vor Deinem göttli chen Sohne, meinem Richter, erscheinen muß, alle Mafel meiner Seele mit dem schneewei­Ben Kleide Deiner vollkommensten Unschuld bedecken; Du wollest mir jetzt bei Gott, der Dich so ausgezeichnet hat, einen immerwäh renden wahren Abschen vor aller freiwilligen Sünde, ein wahrhaft bußfertiges Herz, und einstens die Gnade erhalten, daß ich gereini get von allen Sünden meinen Geist in die Hände meines Schöpfers aufgeben möge.

Durch deine heilige Jungfrauschaft und unbefleckte Empfängniß, o allerkeuschefte Jung­