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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
Entstehung
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Anmuthung.

O große Gottesmutter! was soll ich sa­gen, was soll ich denken, wenn ich dich, die Du verdienet hättest, nur von den Engeln bedienet zu werden, den Menschen dienen sehe? Muß ich mich nicht schämen, daß ich mir die Dienste, die ich meinesgleichen er­weisen muß, oft so hart ankommen, so schwer fallen lasse, dieselben oft nur mit Unwillen verrichte, mir meine Unlust dabei wohl auch oft ankennen lasse, oder mich gar weigere, die schuldigen Liebesdienste zu er­weisen! Soll mir hierüber nicht die Scham­röthe aufsteigen? Hat nicht Dein göttli­cher Sohn ausdrücklich gesagt: Was ihr den mindesten von denen, die an mich glauben, thun werdet, ist so viel, als wenn ihr es Mir selbst gethan hättet? Wie kann ich mich also beklagen, daß mich immer nur das Schlechteste zu thun treffe? Kann wohl et­was gering oder schlecht sein, was man dem Sohne Gottes Selbst thut, und was deßwe­gen eines ewigen Lohnes in dem Himmel werth ist? Soll ich mich denn nicht beflei­Ben, auch die mindesten Dienste, die man von mir verlangt, gern und mit Freude zu

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