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Anmuthung.
O große Gottesmutter! was soll ich sagen, was soll ich denken, wenn ich dich, die Du verdienet hättest, nur von den Engeln bedienet zu werden, den Menschen dienen sehe? Muß ich mich nicht schämen, daß ich mir die Dienste, die ich meinesgleichen erweisen muß, oft so hart ankommen, so schwer fallen lasse, dieselben oft nur mit Unwillen verrichte, mir meine Unlust dabei wohl auch oft ankennen lasse, oder mich gar weigere, die schuldigen Liebesdienste zu erweisen! Soll mir hierüber nicht die Schamröthe aufsteigen? Hat nicht Dein göttlicher Sohn ausdrücklich gesagt: Was ihr den mindesten von denen, die an mich glauben, thun werdet, ist so viel, als wenn ihr es Mir selbst gethan hättet? Wie kann ich mich also beklagen, daß mich immer nur das Schlechteste zu thun treffe? Kann wohl etwas gering oder schlecht sein, was man dem Sohne Gottes Selbst thut, und was deßwegen eines ewigen Lohnes in dem Himmel werth ist? Soll ich mich denn nicht befleiBen, auch die mindesten Dienste, die man von mir verlangt, gern und mit Freude zu
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