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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
Entstehung
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sie sich während ihres Aufenthaltes in und bei dem Tempel eigen gemacht hatte, setzte sie auch in ihrem Ehestande fleißig fort. So sehr sie auch genöthigt und beslissen war, sich in ihrem Stande, zu dem sie Gott beru­fen hatte, ihr Brod mit der Arbeit ihrer Hände zu verdienen, fand sie doch dazwischen immer Zeit genug, jene erste und größte Pflicht gegen Gott und gegen sich selbst zu erfüllen. Schon in der frühen Morgenstun­de, wo noch kaum die Vögel angefangen hat­ten, den Schöpfer durch ihren Gesang zu preisen, fand der zu ihr gesandte Erzengel Gabriel Maria in ihrer einsamen Kammer verschlossen, im Gebete und in der Betrach­tung ganz in ihrem Gott vertiefet. Aber wie erschrack sie, da sie plötzlich den Engel neben sich sah!- und noch mehr, da sie seine Anrede hörte! obschon sein Aussehen sein Glanz, seine Sprache, alle Umstände et­was Übernatürliches verriethen, obschon er sie von seiner göttlichen Sendung versicherte, war sie doch nicht voreilig; Sie willigte nicht eher in sein Begehren, bis sie von dem ausdrücklichen Willen Gottes überzeugt war. Und wenn sie selbst da so sorgfältig war, wie behutsam, wie sorgfältig wird sie erst

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