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sie sich während ihres Aufenthaltes in und bei dem Tempel eigen gemacht hatte, setzte sie auch in ihrem Ehestande fleißig fort. So sehr sie auch genöthigt und beslissen war, sich in ihrem Stande, zu dem sie Gott berufen hatte, ihr Brod mit der Arbeit ihrer Hände zu verdienen, fand sie doch dazwischen immer Zeit genug, jene erste und größte Pflicht gegen Gott und gegen sich selbst zu erfüllen. Schon in der frühen Morgenstunde, wo noch kaum die Vögel angefangen hatten, den Schöpfer durch ihren Gesang zu preisen, fand der zu ihr gesandte Erzengel Gabriel Maria in ihrer einsamen Kammer verschlossen, im Gebete und in der Betrachtung ganz in ihrem Gott vertiefet. Aber wie erschrack sie, da sie plötzlich den Engel neben sich sah!- und noch mehr, da sie seine Anrede hörte! obschon sein Aussehen sein Glanz, seine Sprache, alle Umstände etwas Übernatürliches verriethen, obschon er sie von seiner göttlichen Sendung versicherte, war sie doch nicht voreilig; Sie willigte nicht eher in sein Begehren, bis sie von dem ausdrücklichen Willen Gottes überzeugt war. Und wenn sie selbst da so sorgfältig war, wie behutsam, wie sorgfältig wird sie erst
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