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Der Marianische Dreißigste oder Dreißig Betrachtungen über das Leben und die Schmerzen der göttlichen Mutter : nebst den vorzüglichsten Andachtsübungen eines Christen ; mit Gutheißung der hochw. Ordinariate Trient und Brixen
Entstehung
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das Licht der Gnade erleuchtet, und durch die Kraft der göttlichen Liebe gestärket, hatte sie sich's zur Gewohnheit gemacht, helden­müthig über alle Kleinigkeiten hinauszusehen. Allein wenn sie den, welchen die Engel des Himmels auf ihren Angesichtern liegend an­beten, ihren göttlichen Sohn, von Kindheit auf so mißkannt, so verachtet, so verfolgt sah, ging es ihr so zu Herzen, daß sie dabei ihre eigeneu, auch die heftigsten Leiden, völ­lig zu vergessen schien, aber um desto mehr, um desto bitterer über ihn und wegen seiner ſeufzte.

Anmuthung.

O liebste Mutter! dieß ist es, was ich Dir unter andern vorzüglich klagen muß, was mich so drückt, was alle meine Leiden insgemein vergrößert. Ich bin mir selbst die größte Last! Der Unmuth bemächtigt sich oft meiner auch wider meinen Willen. Ich kann mich oft an einem frummen Holze stoßen. Ich sehe es wohl manchmal ſelbst ein; aber ich bringe es nicht aus dem Kopfe. Der Geist ist bereit, aber das Fleisch ist schwach. Hilf du mir meine du mir meine Beklemmung, und allen Ehrgeiz, die Habsucht, die blinde

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