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Demuth.
Wie darf ich mich aber unterstehen, zu dir zu kommen, zu dir, meinem Gott, meinem Heiland? Dein reinster, heiligster Vorläufer dachte sich ehemals nicht würdig, dir die Schuhriemen aufzulösen; die Engel selbst verbergen aus Ehrfurcht vor dir ihr Angesicht; und ich will dich sogar in meine Seele aufnehmen!
Antw. Herr! ich bin nicht würdig, daß du zu mir kommeft.
Ja, ich bin nicht würdig; ich dürfte mich auch deiner heiligen Tafel, dir nicht nahen: allein du befiehlst es mir, drohest mir sogar, mich von dir, dem ewigen Leben, auszuschließen, wenn ich nicht komme, wenn ich dein heiliges Fleisch und Blut nicht genieße. Ich komme denn aus Gehorsam, von deinem Befehl, aus Liebe meines Heiles, des ewigen Lebens, gedrungen; komm aber mit der lebhaftesten Empfindung meiner Unwürdigkeit, mit diesem aufs richtigsten Bekenntniß:
Antw. Herr, ich bin nicht würdig 2c.
Herr! ich bin nicht würdig. Du, mein Gott, ich, dein Geschöpf; du, der Herr, ich, dein Knecht ( Dienerin); du, der Reinste, Heiligste, die Reinigkeit, Heiligkeit selbst, ich, ein fündiger Mensch, ein strafbarer Sünder; du, mein Heiland, der du mich bis in den Tod geliebt hast, ich, der Undankbare, der dich nicht wieder geliebt, und dich mit Sünden beleidigt hat. Antw. Herr, ich bin nicht würdig 2c.


