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Allgemeine Kirchengebete.
ses. Und wer dem Vaterlande die- ter uns. Erleichtere insonderheit net; wer etwas von den Geschäften und Angelegenheiten desselben in den Händen hat; wer auf die Aufrechthaltung der Ordnung und Zucht, des Rechts und der Gerechtigkeit, der Sicherheit und Wohlfahrt einen Einfluß äußern soll; wer die Bestimmung hat, für König und Vaterland Blut und Leben zu wagen; der sei ein Gegenstand deiner väterlichen Huld, den beseele dein Geist mit Weisheit, Muth und Kraft, den begleite dein Segen bei Allem, was zum gemeinen Besten von ihm geschicht. Was aber den Wohlstand des Vaterlandes stören kann, die Uebel des Kriegs und der Theurung, an steckender Seuchen und allgemeiner Landplagen, wende von uns ab, so weit es deine Weisheit rathsam findet, und die Ordnung des Ganzen uns verstattet. Gedeihen laß dagegen Alles, was unsern Zustand verbessern und verschönern kann; zu Quellen des Wohlstandes mache unsern Bergbau, unsern Handel und den Anbau unsers Landes, und hilf, daß unser Vaterland nie auf höre, ein Wohnsig gründlicher Wissenschaften, nüßlicher Künste, reger Betriebsamkeit und erfinderischer Thätigkeit zu sein.
allen Vätern und Müttern die Bersorgung derer, die du ihnen anver= traut hast; gieb Gedeihen zur Erziehung unsrer Kinder, und laß eine glückliche, die geweihte Jugend unter uns emporblühen. Und damit es nirgend an dem Nöthigen fehle, so schenke jeder pflichtmäßigen Anstrengung, jedem redlichen Fleiße, jedem nüßlichen Gewerbe einen glücklichen Fortgang; laß Jeden die Früchte seiner Arbeitsamkeit genießen und seines Lebens froh werden. Laß die Quellen deines Segens in der Natur mit milder Ergiebigkeit für uns fließen, und uns Allen gewähren, was wir zu unserm Besten nöthig haben. Und da wir, so lange wir im Staube leben, von dem Ungemach der Erde nicht frei bleiben können, so laß uns nie versucht werden über unser Vermögen, sondern erbarme dich aller Leidenden, tröste alle Traurigen, nimm dich aller Verlaßnen an, hilf den Unterdrückten, und trockne die zahllosen Thränen, die wir nicht zu trocknen vermögen; den Sterbenden endlich erleichtere den letzten Kampf, und hilf ihnen aus zu deinem himmlischen Reiche!
Dir, dem Vater der Barmherzigkeit, und deinem Sohne, Jesu, und dem heiligen Geiste, sei Anbetung, Preis und Ehre von nur an bis in Ewigkeit! Amen.
Erzeige auch allen übrigen Låndern Gutes, und laß alle Regenten auf Erden, vom Geiste des Friedens beseelt, mächtige Beschüßer des Rechts und der Gerechtigkeit, und Våter ihrer Völker werden. allgütiger Ba
III.
Dank dir endlich,
ter, daß du selbst die zartesten al- Herr, den Alle, die dich kennen,
ler Bande, die Bande des Blutes und der Verwandtschaft, des Wohlwollens und der Liebe, um unsre Herzen geschlungen, und uns in Hausliche Verhältnisse und engere Verbindungen gebracht hast. So flehen wir denn zu dir für Alle, die uns als Gatten und Kinder, als Eltern und Versorger, als Verwandte und Freunde, als Hausgenossen und Bekannte theuer sind. Ein Gegenstand deiner Alles beglükkenden Huld sei jede Familie un
mit Freuden und Bewundrung anbeten, auch wir erheben unsre Herzen zu dir mit kindlicher Zuverficht. Dich verehren wir mit Dank und Freude, als unsern Gott und Bater, durch den wir sind und be stehen, der Leben und Wohlthat an uns thut, dessen Aufsehn unsern Odem bewahret. Dir verdanfen wir Alles, was wir sind und haben; und was sind wir nicht durch dich, was haben wir nicht von dir, der du uns von Ewigkeit


