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Dresdner Gesangbuch auf höchsten Befehl herausgegeben : mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Allgemeine Kirchengebete.

ses. Und wer dem Vaterlande die- ter uns. Erleichtere insonderheit net; wer etwas von den Geschäf­ten und Angelegenheiten desselben in den Händen hat; wer auf die Aufrechthaltung der Ordnung und Zucht, des Rechts und der Gerech­tigkeit, der Sicherheit und Wohl­fahrt einen Einfluß äußern soll; wer die Bestimmung hat, für Kö­nig und Vaterland Blut und Le­ben zu wagen; der sei ein Gegen­stand deiner väterlichen Huld, den beseele dein Geist mit Weisheit, Muth und Kraft, den begleite dein Segen bei Allem, was zum gemei­nen Besten von ihm geschicht. Was aber den Wohlstand des Vaterlan­des stören kann, die Uebel des Kriegs und der Theurung, an steckender Seuchen und allgemeiner Landplagen, wende von uns ab, so weit es deine Weisheit rathsam findet, und die Ordnung des Gan­zen uns verstattet. Gedeihen laß dagegen Alles, was unsern Zustand verbessern und verschönern kann; zu Quellen des Wohlstandes mache unsern Bergbau, unsern Handel und den Anbau unsers Landes, und hilf, daß unser Vaterland nie auf höre, ein Wohnsig gründlicher Wis­senschaften, nüßlicher Künste, re­ger Betriebsamkeit und erfinderi­scher Thätigkeit zu sein.

allen Vätern und Müttern die Ber­sorgung derer, die du ihnen anver= traut hast; gieb Gedeihen zur Er­ziehung unsrer Kinder, und laß eine glückliche, die geweihte Jugend unter uns emporblühen. Und da­mit es nirgend an dem Nöthigen fehle, so schenke jeder pflichtmäßi­gen Anstrengung, jedem redlichen Fleiße, jedem nüßlichen Gewerbe einen glücklichen Fortgang; laß Je­den die Früchte seiner Arbeitsam­keit genießen und seines Lebens froh werden. Laß die Quellen deines Segens in der Natur mit milder Ergiebigkeit für uns fließen, und uns Allen gewähren, was wir zu unserm Besten nöthig haben. Und da wir, so lange wir im Staube leben, von dem Ungemach der Erde nicht frei bleiben können, so laß uns nie versucht werden über unser Vermögen, sondern erbarme dich aller Leidenden, tröste alle Traurigen, nimm dich aller Ver­laßnen an, hilf den Unterdrückten, und trockne die zahllosen Thränen, die wir nicht zu trocknen vermögen; den Sterbenden endlich erleichtere den letzten Kampf, und hilf ihnen aus zu deinem himmlischen Reiche!

Dir, dem Vater der Barmher­zigkeit, und deinem Sohne, Jesu, und dem heiligen Geiste, sei An­betung, Preis und Ehre von nur an bis in Ewigkeit! Amen.

Erzeige auch allen übrigen Lån­dern Gutes, und laß alle Regenten auf Erden, vom Geiste des Frie­dens beseelt, mächtige Beschüßer des Rechts und der Gerechtigkeit, und Våter ihrer Völker werden. allgütiger Ba­

III.

Dank dir endlich,

ter, daß du selbst die zartesten al- Herr, den Alle, die dich kennen,

ler Bande, die Bande des Blutes und der Verwandtschaft, des Wohl­wollens und der Liebe, um unsre Herzen geschlungen, und uns in Hausliche Verhältnisse und engere Verbindungen gebracht hast. So flehen wir denn zu dir für Alle, die uns als Gatten und Kinder, als Eltern und Versorger, als Ver­wandte und Freunde, als Hausge­nossen und Bekannte theuer sind. Ein Gegenstand deiner Alles beglük­kenden Huld sei jede Familie un­

mit Freuden und Bewundrung an­beten, auch wir erheben unsre Her­zen zu dir mit kindlicher Zuver­ficht. Dich verehren wir mit Dank und Freude, als unsern Gott und Bater, durch den wir sind und be stehen, der Leben und Wohlthat an uns thut, dessen Aufsehn un­sern Odem bewahret. Dir verdan­fen wir Alles, was wir sind und haben; und was sind wir nicht durch dich, was haben wir nicht von dir, der du uns von Ewigkeit