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Dresdner Gesangbuch auf höchsten Befehl herausgegeben : mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Gebrauch des heiligen Abendmals.

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unter einander, gleichwie er uns ein Gebot gegeben hat. Ihr Lie­ben, hat uns Gott also geliebet, so lasset uns auch unter einander lieben. So wir uns unter einan­der lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. Daran wird Jedermann erken­daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr euch unter einander lie­bet.- Liebet eure Feinde, so wer­det ihr Kinder sein eures Vaters im Himmel. Das ist je gewißlich wahr, sterben wir mit, so werden wir mit ihm leben, dulden wir mit, so werden wir mit ihm herr­schen. So wir anders mit leiden, werden wir auch mit ihm zur Herr­lichkeit erhoben werden. Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; Nie­mand kommt zum Vater, denn durch mich. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führt mich zum frischen Wasser. Und ob ich schon wandere im finstern Thale, fürchte ich kein Unglück: denn du bist bei mir. Meine Schafe hören meine Stim­me, und ich kenne sie und sie fol­gen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nim­mermehr umkommen und Niemand wird sie mir aus meiner Hand rei­Ben. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glau­bet, der wird leben, ob er gleich stirbet. Und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmer mehr sterben. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen.

nes, Jesu Christi, und lieben uns tes gethan hat. Ja, er hat dich von Neuem schmecken und sehen lassen, wie freundlich er ist, und wie selig diejenigen sind, die sich mit kindlichem Vertrauen zu ihm halten. Er hat dir neues Leben, neue Kraft, neue Hoffnung der Vergebung deiner Sünde, neue Zuversicht zu seiner Gnade, neuen Trost im Leben, Leiden und Ster­ben geschenkt. Er hat dich von Neuem in seine Gemeinschaft auf genommen. Er hat dir seinen Leib und Blut zu genießen gegeben. Und so gewiß du dieses Unterpfand seiner Liebe und Erlösung mit ei­nem glaubensvollen, ihm ganz er­gebenen Herzen dahingenommen hast, so gewiß kannst und sollst du hoffen, daß du Antheil haft und haben wirst an alle den Seligkei­ten, die er den Menschen durch Leiden und Sterben erworben hat; so gewiß kannst und sollst du ver­sichert sein, daß du nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben wirst, daß ihn und dich nichts scheiden wird, daß du mit ihm einst in eine nähere Gemein­schaft treten und in seiner Gemein­schaft ganz und vollkommen selig sein werdest.

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Nach dem Genusse des Heil. Abendmals.

Ja, lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gu­

was du

Aber vergiß auch ni jetzt bei dem Tische des Herrn ge­than, wofür du dich ausgegeben, welchen Sünden und Fehlern du da entsagt, wozu du dich verpflich­tet hast. Bezahle nun auch deine Gelübde. Lebe nun auch als ein Jünger Jesu. Bekenne ihn, als deinen Mittler und Versöhner, als deinen Herrn und Vorgänger, mit standhaftem Glauben und heiligem geben bis in den Tod. Bilde dich immer mehr nach ihm. Wandle in seinen Fußtapfen. Denke und handle, genieße und entbehre, leide und dulde, wie er gethan und be­fohlen hat. Laß Jesusliebe, Got­

tesliebe, Menschenlicbe, Wahr­heitsliebe, Gutesliebe, Himmels­liebe dein ganzes Herz einnehmen und deine

und Werke regieren. Lele im Glau­ben des Sohnes Gottes, der dich 29