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Nein, nein, nein, Du kannst mein Freund nicht sein. Du dienest falschen Göttern, Du sitzest bei den Spöttern. Nur wer Maria's Theil
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Sich wählt zum einz'gen Heil,
Wer Glauben hat, der ist mein Kamerad.
Nein, nein, nein, Du kannst mein Freund nicht sein. Du hinkst auf beiden Seiten,
Kannst Christi Schmach nicht leiden.
Nur wer die Lüste dämpft,
Ernst betet, ringt und kämpft,
Wer Treue hat, der ist mein Kamerad.
Ach, nimm das zu Herzen und hüte dich vor bösen Gesellschaften, sie verderben gute Sitten; fie haben schon manches Confirmationsgelübde mit der Wurzel ausgerissen und manches jugendliche Leben dem zeitlichen und ewigen Verderben überliefert. Sage mir, mit wem du umgehst, so will ich dir sagen, wer du bist, hat schon ein alter Weiser gesprochen; aber noch viel ernster und dringender spricht so dein allwissender und allgegenwärtiger Heiland zu dir. Es wird dir am Tage des Gerichts nichts helfen, wenn auch Tausende mit dir den breiten Weg gegangen sind, der zur Verdammniß abführet; deine Strafe und dein Jammer wird dadurch auch nicht um ein Quentlein leichter werden. Halte, was du hast, daß Niemand deine Krone nehme!
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Und nun scheide ich von dir; möge das Wort, das ich in väterlicher Liebe hier zu dir geredet habe, eine gute Statt bei dir finden; mögest du deine Wege


