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Habe ich Lust an Wahrsagen, Aberglauben, Besprechen und andern solchen sündlichen Dingen gehabt? Habe ich zu meinem Gott immer von Herzen gebetet, ihm gedanket und ihn gelobt?
Habe ich immer seinen Namen, sein Wort und seine Wahrheit und Alles, was zu seiner Ehre gehört, unerschrocken bekannt und christlich gebraucht? Habe ich zuweilen geflucht, oder ist mir solches gar schon zur Gewohnheit geworden?
Habe ich auch den Sonntag meinem Gott zu seinem Dienste gegeben, oder denselben zu weltlichen Geschäften oder sündlichen Lüsten gemißbraucht? Bin ich immer aus herzlicher Andacht in die Kirche gegangen? Habe ich dort mit Andacht gesungen und gebetet, die Predigt aufmerksam angehört und sie im Herzen bewegt und behalten, so gut ich konnte?
Habe ich die Bibel lieb gehabt und fleißig darin gelesen?
Habe ich auch meine Eltern in Ehren gehalten? Bin ich ihnen recht dankbar gewesen für alle ihre große Mühe und Arbeit, die sie mit mir gehabt haben? Bin ich ungehorsam und widerwillig gewesen und habe ihre große Wohlthat mit Undankbarkeit vergolten? Bin ich meinen Lehrern und allen meinen Herren im Hause, in der Kirche und im Vaterlande, meiner lieben Obrigkeit treu und gehorsam gewesen?
Habe ich mein Leben durch muthwillige Sünden, Unmäßigkeit, Fressen, Saufen und dergleichen selbst verkürzet? Gedenke ich auch öfters meines Todes, und bereite ich mich alle Tage dazu? Habe ich mir nicht muthwillig manchen Feind gemacht? Habe ich meinem Widersacher alle
seine Sünden gegen mich herzlich vergeben? Bin ich nicht vielleicht auf Rache gegen ihn


