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gepflanzt hat. Im Kreuze blüht der Glaube am schönsten, wie eine Rose unter den Dornen. Und ein Christ," hat Luther gesagt, muß die Hoffarbe Christi, das Kreuz, tragen." weißt ja, wem du Alles flagen darfst; du hast ja das schöne Lied gelernt: Der beste Freund ist in dem Himmel." Der hilft
Du
in Armuth, errettet in der Noth, tröstet in Traurigkeit, stärkt die Schwachen, heilt die Kranken und richtet auf, die niedergeschlagen sind. ,, Den Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen." Greife nur in schweren Tagen zu den schönen Trostliedern des Gesangbuches, und wenn deine Seele betrübt ist, so stimme an: ,, Befiehl du deine Wege 2c.," oder„ Warum sollt' ich mich denn grämen?" oder ,, Auf meinen lieben Gott 2c.," oder Was Gott thut, das ist wohlgethan 2c.," oder sonst eins. Thue nach dem Spruch: Gott zu Ehren, mir
zur Freud' sing' ich weg die Traurigkeit."
,, Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, Verricht' das Deine nur getreu
Und trau' des Himmels reichem Segen, So wird er bei dir werden neu; Denn welcher seine Zuversicht
Auf Gott setzt, den verläßt er nicht."
Aber, mein Lieber, kannst, darfst du denn auch so ohne Weiteres in allen Lagen deines Lebens deine Zuflucht zu dem Herrn, deinem Gott, nehmen? Du biſt doch ein Sünder, wie alle Menschen in Sünden empfangen und geboren, untüchtig zu allem Guten und geneigt zu allem Bösen. Du sagst, das dürfte ich von Sünden Abgestammter freilich nicht, müßte vielmehr in meinem Elend vergehen, hätte keinen Halt im Leben, keinen Trost in der Noth, keine Hoffnung im Tode, wenn ich nicht von Herzen glaubte, daß ich mit Leib und Seele beides im Leben und im Sterben meines


