106 Der Bogen in den Wolken.
Wir wollen uns bemühen, unsere Leiden und Schmerzen als Seile der Liebe anzusehen, wodurch Gott uns ziehen, ja näher an sich ziehen will. Wer weiß, wie viel Gnade in dem verborgen sein mag, was uns nur ein trübes, geheimnißvolles Verhängniß zu sein scheint? Wir sind nur zu sehr geneigt, seine Wege falsch zu benennen und mißzuverstehen. Wir nennen seine Handlungen schwere Versuchungen, und Er nennt sie Liebe und Güte.
Kind Gottes im Trauergewand, laß deine Augen ruhen auf dem Bogen, der über des Erbarmers Thron ausgespannt ist von Ewigkeit zu Ewigkeit- und nimm dir zum Trost, was geschrieben ist: Die Gnade des Herrn währet von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten." ¹)
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Und wenn es kommt, daß ich Wolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.
¹) Pf. 103, 17,


