durchbrach? Feierst du sein Auserstehen auch in rechter Ofter freud? Kann man an dir selber sehen, welch ein hoher Festtag heut?
4. Du bist mit ihm auf erstanden aus der Sünde Todes. nacht? Hast du dich von ihren Banden losgerungen, frei gemacht? Oder liegst du noch verborgen und in deinen Sünden tot? Kündet deinen Ostermorgen noch kein helles Morgenrot?
6. Sieh, er reicht dir hilfreich, gnädig die durchbohrten Hände hin, macht dich der Betäubung ledig, weckt mit Liebesruf den Sinn. Keine Strafe sollst du scheuen, darum bleibe nicht zurückt; raff dich auf, dich zu erfreuen an des neuen Lebensglück.
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7. Steig empor zum neuen Leben, denn du schliefest lang genug; Kraft zum Leben wird
dir geben, der für dich den Tod ertrug. Fang nur an erst auf zustehen, fühlst du dich auch noch so matt; der wird dir zur Seite gehen, der dich auferwecket hat.
5. O dann laß dich nicht bedecken länger mehr die finstre Nacht. Sieh, dein Herr ist, dich zu wecken, von dem Tode auferwacht. Komm, vom Schlaf dich zu erheben, komm, der Fürst
Mel. Mach's mit mir Gott, wie.
des Lebens ruft; wache auf zum 821. Wenn Sorg' und
neuen Leben, steig herauf aus deiner Gruft!
8. Sieh, dein Herr ist auf. erstanden, daß du könnteft auf. erstehn, aus der Sünde Haft und Banden in die schönste Freiheit gehn. Willst du ihm dich nur ergeben, streift er deine Ketten ab, und du siehst dein altes Leben hinter dir als leeres Grab.
Karl Johann Philipp Spitta. 1833.
Gram dein Herz erfüllt, wenn Herz und Auge weinet, wenn jede Aussicht sich verhüllt und nirgend Hülf' erscheinet, dann fragt der Herr und spricht zu dir: Hast du mich lieb? Vertraust du mir?
2. Wenn anders, als dein Herz begehrt, der Herr dein Los bereitet, wenn er den liebsten Wünschen wehrt, dich andre Wege leitet, dann fragt er dich und spricht zu dir: Hast du mich lieb? Gehorchst du mir?


