Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere. 13
4. Laß auch im dunkeln mich dein auge scheuen, Verschließ mein ohr der sünde schmeicheleyen; Stets werde mir das gleißende der laster Nur mehr verhaßter. 5. Gieb eifer, fraft und muth zu meinen pflichten, So 3. Ja, höchster, es kann mag die welt, wie ihrs gefällt, mich richten; Gefall ich dir, mein gott, will ich mit freuden Berachtung leiden.
geh ich hin vor deinem geist, Da du selbst die gedanken weißt? Wohin könnt ich doch fliehen? Führ ich gen hims mel; bist du da! Im tiefsten abgrund bleibst du nah! Was kann mich dir entziehen?
6. Du achteft nicht das ansehn der personen, Wirst billig alles richten und be lohnen, mit herrlichkeit und ebre deine kinder, Mit schmach die fünder.
deine hand Mich allenthalben finden; Nichts bleibet dir, herr, unbekannt, nicht die geheimsten fünden. Selbst finsterniß ist vor dir licht, Ins dunkle dringt dein ans gesicht, Nichts, nichts kann dir entgehen; Was ich gethan, geredt, gedacht, Wird einst vor dein gericht gebracht, Da muß ich vor dir stehen.
7. Bald, bald vollend ich meiner prüfung stunden: Werd ich im tobe nur be währt erfunden; Wie schön verwandeln sich dann meine leiden, Und werden freuden! Mel. Un wasserflüssen Babylon. 17. err du erforschst
4. Uch präge mir dies ernsthaft ein, Das bóse zu vermeiden, Laß all mein thun rechtschaffen seyn, Mich nie von tugend scheiden, Mich lieben nur, was dir gefällt, Und die verbotne lust der welt, Sammt ihrem reiz vers achten. Laß mich vor dir, nach deinem wort, In from mer forgfalt immerfort Nach deinem beyfall trachten.
5.
und kennest mich Von außen und von innen, Mein thun und lassen kommt vor dich, Gebn, stehen und beginnen; Was meine seele denkt und dicht't, Weißt du vorher, und fehlest nicht, Du prüfest herz und nieren; Du fannst auch, wenn ich bin allein, Und gerne wollt verborgen seyn, All meine weg' ausspüren.
2. Es ist kein wort in meinem mund, Tas ich dir könnt' verhehlen. Du, herr, ehft in des berzens grund, Ins innerste der seelen. Wo
Allwissender, erforsche du Mein herz, sinn und ges danken! Bin ich geneigt, von meiner ruh, Der tugend pfad zu wanken, Ja bin ich schon auf bösem weg, So führe mich den rechten steg; Ents reiß mich dem verderben! Gott! möcht ich stets dich kindlich scheun! O wie getrost könnt ich dann seyn, Wie freudig einstens sterben!


