Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere. 11
kennest du, Eh sie in mir leyen. Durchdringe kräftig entstehen, Und was ich wün- feel und geist Mit deinen sche, rede, thu, Das kann beilgen blicken. Laß, was gedein auge sehen. Vor dir ist heime schande heißt, Sammt alles offenbar; Du prüfest allen böfen tücken, Mich stets herz und nieren, Und alle forgfältig meiden. gründe siehst du klar, Die unfer thun regieren; Nichts bleibt vor dir verborgen.
Mel. Es ist gewißlich an der zeit.
3. Was deiner freunde herz 14. Umsonst, umsonst ver
begehrt, Das weißt du, eh sie beten; Ihr seufzen wird von dir erhört, Eh sie noch vor dich treten. Was deiner feinde rath beschließt, Das ist dir unverborgen; Dir, der du ihren anschlag siehst, Als wie den lichten morgen, Den teine schatten decken.
hüllst du dich Mein berz, in finsternisfe; Bas kann ich gott verbergen? ich? Das er nicht alles wisse? Sen, kannst du, dunkler als das grab, Das auge gottes schaut hinab, Und kennet deine tiefen.
2. Wo ist die nacht der einfamkeit, Die mich vor ihm verbehle? Er sieht euch schon, et ihr noch seyd. Gedanken meiner feele! Eh ich euch selbst empfinden kann, Bon eurer ersten bildung an, Bis ihr euch ganz entfaltet.
3. Er fennet und erforschet euch, Wenn ihr euch schnell entziehet, Bemerkt euch, wenn ihr strahlen gleich, Schnell auffahrt, schnell entfliehet; Bergebens wünsch ich: sterbt! vergeht! Ich haß euch! aufgezeichnet steht Ihr all' in feinem buche.
4. Der herr gedenket ihrer noch; Jahrhunderte verschwins den, Sie bleiben und ich traume doch, als wärens feine fünden. Sie alle müssen an das licht, Wenn gott kommt, daß er im gericht Der her: zen rath enthülle.
4. Was nach verfließung vieler zeit noch künftig wird geschehen, Das sieht dein auge allbereit Als gegenwärtig stehen. Dir stellt sich alles deutlich dar, Das, was erst noch soll werden, Und was nun ist, und was einst war, Im himmel und auf erden. Wer sollte dich nicht fürchten?
5. Bleibt gleich vor men schen manches noch In dieser welt verschwiegen, So wird dein auge künftig doch Die finsterniß besiegen. Dein unparthenisches gericht Wird alles einst entdecken, Was im verborgnen jetzt geschicht; Und schande, furcht und schrecken, Wird dann die heuchler treffen.
6. Laß mich, o höchste maje: stát! Dein helles auge scheuen, Das nie ein heuchler hinters geht it falschen schmeiche:
5. Dann wird das siegel seines buchs Vor aller welt


