Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere. 9
zeiten; Denn du bist gott, in allen ewigkeiten. Du warst es schon, eh erd und himmel ward, Eh noch dein arm sich uns geoffenbart.
bar ist Die zahl von deinen jahren. Doch warst du, schö pfer, was du bist, Eh alle sonnen waren. Schon eh dein arm die welten trug, Warst du dir ohne sie genug, Und keiner welt bedürftig.
2. Was bin ich, herr, und alle menschenkinder? Staub sind vor dir der heilige, der funder. Wie schnell entflieht das leben doch von mir! Du, höchster, du nur bleibest für und für.
2. Jehovah, tausend jahre sind Dir weniger, als stunden, Dir schneller, als ein tropf verrinnt, Begonnen und vers schwunden; Entflohn, und dir doch immer da; Dein auge sieht sie, wie sie's sah, Nicht schöner, nicht vollkommner.
3. So bin ich, gott, vor dir; ich staub, Ich leicht verblühte blume, Ich allzubald des grabes raub, Mit glück, und lust, und ruhme. Wie ein geschwät des tags entfleucht Mein pilgrimmsleben, gott, und gleicht Kaum einem morgentraume.
3. Du hast vorhin die erde zubereitet; Dein arm bat, gott, den himmel ausgebrei: tet. Doch sie vergehn, veralten wie ein kleid; Du aber bleibst in alle ewigkeit.
4. Es werden noch die himmel und die erden, Wie ein gewand vor dir verwandelt werden. Du bleibest wie du bist; denn welche zeit Umgránzet wohl, herr, die uns endlichkeit?
5. Das ist der trost, die boffnung deiner knechte. Du schüßest sie mit deiner starken rechte, Du läßt ihr berz sich ewig deiner freun. Und bleibst ihr gott; denn sie sind ewig dein.
6. Das sey mein troft in allen trüben stunden. Vom tode selbst bleibt er unübers wunden. Kein tod, kein grab, trennt mich, o gott, von dir. Mein fels, mein heil, das bleibst du ewig mir.
Mel. Es ist das heil uns.
11. W Wer er gleicht dir,
gott? undenks
4. Und dennoch zeigst du mir von dir, So viel in augenblicken, Entdeckest dich darinnen mir, Mich ewig zu beglücken. Du machst dies leben, dir sey dank! Zu einem beitern übergang In ein beglückters leben.
5. Hier seh ich, vater der natur, Sm schatten deiner werke Nur dunkel, wie im spiegel nur, Die größe deis ner stårke. Wie schön ist, was mein auge sieht! Doch ach, o gott, wie viel entflieht Dem blöden trågen blicke!
6. Nein, vater, deß mein herz sich freut, Du schufit mich nicht vergebens; Was


