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Abgrund in sich schleußt, und dem sich nichts entziehet; es kann vor deinem hellen Licht sich kein Geschöpf verstecken. Was in der Finsterniß geschicht, das weißt du aufzudecken, und vor Gericht zu bringen.
6. Laß mich, o höchste Majez ståt! dein helles Auge scheuen. Wo ist er, der dich hintergeht mit seinen Gleißnereyen? Laß mich auch in der Einsamkeit dich gegenwärtig denken; laß Wahrheit und Rechtschaffenheit mein Thun und lassen lenken; das Böse laß mich fliehen! Thur 1158
2. Selbst die Gedanken kenneft du, eh sie in mir entstehen, und was ich wünsche, rede, thu, das kannst du alles sehen.
Mel. Nun danket alle Gott 2c. err, du
Bor dir ist alles offenbar; bu 14. ich, bir bin ich du
weißt, was wir beginnen, und unsre 3wecke sind dir klar, noch eb wir sie ersinnen; nichts bleibt vor dir verborgen.
unverborgen! du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sorgen. was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh der Gedanke noch in meiner Seel entstand.
2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wissest. Du schaffest, was ich thu; du oronest, du beschliess fest, was mir begegnen soll. Erstaunt seh ich auf dich; wie groß ist dein Verstand! wie wunderbar für mich!
3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste fliehen; wo könnt ich jemals wohl mich deinem Aug entziehen? Führ ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da. Führ ich zur Tief hinab, auch dort bist du mir nah.
Von Gott
3. Was deiner Freunde Herz begehrt, das weißt du, eh sie beten; ihr Seufzen wird von dir erhört, eh sie noch vor dich tre: ten. Und was der Bösen Rath beschließt, ist dir auch unver: borgen, dir, der du ihren Unschlag siehst, als wie den lich ten Morgen, den keine Schat: ten decken.
4. Was nach Verfließung vieler Zeit erst künftig wird ge= Ichehen, siehst du schon mit All: wissenheit als gegenwärtig ste: hen. Dir stellt sich alles deutlich dar, das, was erst noch soll werden, und was nun ist, und was einst war, im Himmel und auf Erden. Wer sollte dich nicht fürchten!
5 Bleibt gleich vor Men: fchen manches noch hier in der Seit verschwiegen, so wird der einst selbst dieses doch der Welt vor Augen liegen. Herr, dein Gericht, dem nichts entfliebt, wird alles einst entdecken, was im Verborgenen geschieht, und Schande, Furcht und Schre: den wird dann die Heuchler treffen.
4. Nåhm ich auch, schnell zu fliehn, die Fittige vom Morgen; felbst an dem fernsten Meer blieb ich dir nicht verborgen. Auch da umschlösse mich doch deine Allmachts: band: denn du bist überall, und dein ist jedes Land.
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5. Wollt ich in Finsterniß mich deinem Aug entziehen, so sucht ich doch umsonst, auch da dir zu entfliehen! die dickste Fin=


