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Dresdner Gesangbuch : auf höchsten Befehl herausgegeben ; mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Vorbereitung zum heiligen Abendmale.

ken will ich ihm für seine Liebe und für seine Wohlthaten. Verpflichten will ich mich ihm auf's Neue zu be­ständigem Glauben, zu ewiger Liebe, zum willigsten, völligsten Gehorsam, zur treuesten Nachfolge. Freuen will ich mich seiner; und ich muß mich hier schon seiner freuen lernen, wenn ich mich dort seiner freuen will. Empfinden will ich, wie selig ich hier schon durch ihn bin; und ich muß hier schon durch ihn selig sein und zu werden suchen, wenn ich es dort werden will. Wenn ich jetzt, da ich das Nachtmal Jesu feiern will, we nig oder gar nicht an ihn denken, wenig oder gar nicht seine Liebe und seine Wohlthaten erwägen, wenig oder gar nicht meine Verpflichtungen gegen ihn erkennen wollte, wenn ich ohne Nachdenken und Ueberlegung und noch mehr, ohne Rührung und Empfindung des Herzens, wenn ich bloß aus Gewohnheit sein Abend­mal halten wollte, so würde ich es unwürdig gebrauchen. Nein, nein, ich will mich jetzt mehr als sonst mit Jesu und mit dem Andenken an ihn beschäftigen. Ueberzeugung von Pflicht, Drang meines Herzens, Dankbarkeit, Liebe und Ergebenheit verlangen, ihm meinen Dank, meine Liebe, meine Ergebenheit feierlich zu bezeigen, Begierde nach neuer Kraft zum Glauben und zur Liebe gegen ihn, die Sorge für das Heil meiner Seele sollen mich zu seiner Tafel führen. Ich will nie, am wenigsten aber jegt vergessen, was er an mei­ner Seele gethan hat.

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Ich will aber auch untersuchen, ob ich mich jetzt in einer solchen Veran fassung meines Gemüths und Lebens befinde, daß ich die Absichten des heiligen Abendmals erfüllen und den Nugen desselben erreichen kann, und mich in eine solche Verfassung zu sehen suchen. Das Abendmal und jede Feier desselben soll mir nügen, und mit jedem Male mehr nügen. Es soll meinem Glauben mehr Festigkeit und Ueberzeugung, mehr Freudigkeit und Zuversicht ge= währen und ihn gleichsam in Schauen verwandeln, indem ich anhaltender über Jesum denke, mich mit meinen Gedanken in sein ehemaliges Leben auf Erden, und in seine gegenwär­tige Herrlichkeit im Himmel ver­sehe, ja seinen Leib esse und sein Blut trinke, das er um unsrer Sün­de willen dahin gegeben hat. Es soll meiner Tugend neue Kraft und neues Leben mittheilen, soll mich von der Sünde zurückschrecken und in dem Entschlusse stårken, mich Jesu ganz zu heiligen. Es soll endlich mich ruhiger und zufriedener im Leben, getroster in der Noth und im Tode, in Zeit und Ewigkeit seliger ma­chen. Und wenn ich diesen Nuhen von der Feier des Abendmals ver­spüre, wenn ich durch jeden Gebrauch desselben im Glauben fester, in der Tugend stårker, im Herzen ruhiger, zufriedener und seliger werde, so effe und trinke ich würdig. Wer aber diesen Nugen von dem Gebrauche des Abendmals nicht hat, wer dadurch neue Stärke im Glauben, neue Kraft b zur