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Dresdner Gesangbuch : auf höchsten Befehl herausgegeben ; mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Stotd Communionandachten. se

Nachdenken über den Nutzen des heiligen Abendmals. Gott, groß und wunderbar sind deine Werke und Veranstaltungen, alle, unverwerfliche Beugen deiner Alles wohlmachenden Weisheit und Güte, alle, sichtbare Denkmåler, daß du uns liebest und unsre Selig­keit willst und beförderst. Und an welche Beweise deiner Liebe und der Liebe deines Sohnes Jesu Christi erinnert mich nicht sein heiliges Nachtmal?

Nur von Liebe gedrungen stiftete er es, von Liebe zu uns und zu unsrer Seligkeit. Es ist ein geſeg= netes Brod, welches wir essen, ein gesegneter Kelch, welchen wir trin­ken; ein Heil und Seligkeit brin­gendes Mal; eine Seelenspeise, ein Mittel, durch welches unser Geist genährt, wodurch ihm neue Kraft und neues Leben mitgetheilt wird; ein Stárkungsmittel unsers Glauz bens, unsrer Tugend, unsrer Liebe zu Gott und Menschen, unsrer Ruhe, unsrer Freude und unsrer Seligkeit;

ein Mittel, wodurch das Reich Jesu

Christi, das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freude im heiligen Geiste, erhalten und er= weitert wird.

Hier, bei der Feier dieses Mals, erneure und unterhalte ich meine Gemeinschaft mit Jesu, knüpfe sie immer enger und fester: denn ich er: scheine als ein Jünger Jesu, bekenne mich hier öffentlich zu ihm, sage es

aller Welt und rühme mich dessen, daß ich an ihn glaube, daß ich über­zeugt bin: auch für mich und meine

Sünden habe er seinen Leib dahin­gegeben und sein Blut vergossen. Ich verpflichte mich von Neuem zum Glauben an ihn, und mache mich unter dem Genusse seines Leibes und Blutes anheischig, in diesem Glau­ben zu leben und zu sterben. Ich fühle mich so innig mit ihm verbun­den, wie ein Erlöseter mit seinem Erlöser, wie ein Beseligter mit sei­nem Seligmacher, wie ein Nachfol= ger mit seinem Vorgänger, wie ein Diener mit seinem Herrn, wie ein Glied des Leibes mit seinem Haupte, wie ein Freund mit seinem Freunde. Aber auch er tritt mit mir in Ge

meinschaft, indem er mir seinen Leib und sein Blut zu genießen und da­durch zugleich Untheil giebt an dem Heile und der Seligkeit, die er durch die Dahingebung seines Leibes und durch die Vergießung seines Blutes der Welt erworben hat, indem er ſogar dieses Heil und diese Selig­keit, Licht, und Kraft, und Trost, und Hoffnung, und Zuversicht, und Friede und Freude der Seele mich hier mehr als sonst genießen läßt.

Hier erneure und unterhalte ich meine Gemeinschaft mit seinem himmlischen Bater. Ich erscheine als ein Kind durch Christum, als ein Kind dessen, der uns von Ewig­keit geliebet hat in seinem Sohne, Christo Jesu, und rühme mich des sen, daß ich sein Kind, und als sein Kind ein Erbe Gottes und ein Mit­

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