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Morgenandacht am Communiontage.
meine guten Werke sehen und den Vater im Himmel preisen. So wird mein Leben mir werth und angenehm und mein Tod mir segenvoll sein; so werde ich gewiß deine Herrlichkeit sehen und ewig beglückt dich preisen. Amen.
Dich, Jesu, laß ich ewig nicht;
nie soll mein Glaube wanken; und wenn des Leibes Hütte bricht, sterb' ich mit dem Gedanken: mein Freund ist mein,
und ich bin sein;
er ist mein Schuß, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster.
6)
Morgenandacht am Communiontage.
Vor dir, treuer und liebreicher Vater im Himmel, falle ich im Geist und in der Andacht nieder und bringe dir meinen herzlichsten Dank für den Schuß, welchen du mir in der abgewichenen Nacht gewähret, und für den neuen Tag, welchen du mir wieder geschenfet hast. Er ist für mich um so wichtiger, da ich Willens bin, heute diejenige feierliche Handlung vorzunehmen, welche ich, nach der Stif tung meines Heilandes, zum Gedächtniß seines Leidens und Sterbens wiederholt vornehmen soll. Gott, ich bedarf bei meiner Schwachheit zu diesem heiligen Vorhaben deines fegnenden Beistandes ganz besonders. Ich nahe mich das her schon in früher Morgenstunde zu dir, um mir denselben zu erbitten, und durch die Unterredung mit dir, dem Allerheiligsten, ernsthafte und fromme Empfindungen in meinem Innersten zu erwecken. Wende du doch väterlich ab, was mein Gemüth zerstreuen und dasselbe von der Hauptsache zu andern unschicklichen, ja sündlichen Betrachtungen abwenden könnte. Mein Auge sei ganz auf dich gerichtet, und meine Seele beschäftige sich vornehmlich mit Erwägung deiner großen Vaterliebe und der eben so großen Sünderliebe Jesu, meines Heilandes. O Gott, wer bin ich, daß du mir deinen Sohn geschenfet haft! Wer bin ich, daß du mir noch immer deine Gnade in deinem Worte und auch felbst im heiligen Abendmahle ankündigen und versichern lässest! Lehre mich doch dieses auch heute recht bedenken. Er


