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Gebet in Leiden und Noth.
dir ist kein Ding unmöglich; du kannst überschwenglich thun über alles was wir bitten und verstehen. Erbarme dich des leidenden Geschöpfes, dessen Anblick mein Innerstes bewegt. Erhöre die Seufzer, die aus der Tiefe eines gepreßten Herzens zu dir emporsteigen. Du bist ein getreuer Gott, du läsſest deine Kinder nicht geprüft werden über ihr Vermögen. Ach laß auch die schwere Prüfung dieses Kranken, für welchen ich deine Hülfe mit heißen Thränen auflehe, ein solches Ende gewinnen, daß er sie zu ertragen vermöge. Es ist mir bange um Trost; tröste du mich durch deine Hülfe. Es ist dunkel in meiner Seele; laß leuchten dein Angesicht. Eine schwere lastvon Sorgen drückt mein Herz; nimm du sie von mir. Gedenke des schmachtenden Kranken nach deiner großen Barmherzigkeit, gedenke meiner Liebe, mein Gott, am besten, siehe an meine Angst und errette mich aus meiner Noth. Herr von unendlichem Erbarmen, erbarme dich unser! Amen.
Gebet in mancherlei Kreuz und Leiden.
Gott, dessen Barmherzigkeit kein Ende hat, dessen Güte alle Morgen neu wird! Siehe, ich trete vor dein Angesicht und schütte meinen großen Kummer vor dir aus. Mein Glend ist dir bekannt, meine Seele ist betrübt, mein Geist ist geängstet. und schweres Leiden drückt mich. Ich sehe mich um nach Helfern, und finde keinen; dir aber, o Gott, klage ich mein Leiden, denn du bist barmherzig, und läsfest dich unser Elend jammern. Darum komme ich zu dir und spreche: ach erbarme dich über mich; ich bin dein Geschöpf, darum wirst du das Werk deiner Hände nicht lassen. Ja, Vater, erbarme dich deines verlassenen Kindes. Mein Jesu! ich bin erkaufet mit deinem Blut, erbarme dich deines Eigenthums. Laß deinen Geist das Zeug, niß in mein Herz geben, daß ich als ein begnadigtes Kind Gottes leide, und wenn ich im Gebet ermatte, so laß ihn mich vertreten mit unaussprechlichen Seufzern. Herr, hilf mir! Herr, stehe mir bei! Rufe in meine Secle: ich bin bei dir in der Noth, ich will dich herausreißen. Ach Herr, gib, daß mein Glaube nicht aufhöre, und meine Hoffnung nicht sinke; du hast mich ja noch nie verlassen, ach, so verlaß mich auch jetzt nicht; hilf deinem Kinde. komm zu mir, nach dir schmachtet mein Herz und Auge. Amen.
Ein anderes Gebet in Kreuz und Noth.
Mein Gott! du führest mich durchs dunkle Thal der Leiden; aber ich will mich nicht fürchten, denn du bist bei mir. Meine Seele sey stille zu dir, und deine Liebe sey mein Trost. Nach deinem weisen Rathe geschiehet es. daß wir auch durch Trübsale in dein Reich geführt werden; und du läsfest uns nicht umkommen noch verderben, wenn wir tir treu bleiben so erhalte mich dir getreu! Wann mich nichts mehr trösten kann, so sey du bei mir und erquicke die müde Seele. Sey du meine Zuflucht, daß ich auch im Leiden deinen Namen preise. Will ich mutblos und verzagt werden, und dünkt mir die Last zu groß, die du mir auflegst, so ermuthige mich durch den Aufblick zu Jesu, der dir gehorsam worden ist bis zum Tod am Kreuze, der auch meine Last getragen hat. Laß mich mit ihm überwinden, und geduldig auf die Stunde der Erlösung harren. Läutere mich durch das Feuer der Prüfung, daß ich vor dir bestehe in Treue und Wahrheit. Tu wirst mich reichlich trösten, wenn ich mit Christo leide.
Meinest du es doch gut mit mir, wenn du mich demüthigest, und deine Hülfe zu verziehen scheinest. Tu willst mich losreißen von der Liebe der Welt, von aller fündigen Lust, und meine Seele zu dir ziehen und heiligen. O so laß meine Trübsal dazu gesegnet seyn; führe alles hinaus zum Preise


