Am Mittwoch Morgen und Abend.
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du aber siehst, daß es das Heil meiner Seele nicht fördern würde, so tilge auch das Verlangen danach aus meiner Seele. Mache es denn immer mit mir, wie du weißest, daß es mir gut ist und wie es dir gefällt. Stelle mich, wohin du willst; ich bin zu deinem Dienste bereit; ich will nicht mir leben, sondern dir; und o möchte ich dir nur vollkommen leben!
O möge deine Gnade bei mir bleiben und in mir wirken, und bis ans Ende bei mir beharren. Laß mich nur immer das suchen und wollen was dir gefällt; dein Wille sey der meine, mein Wollen und Nichtwollen sey immer nur eins mit dem deinigen. Gib, daß ich nach dir mehr als nach allem was das Herz wünschen mag, verlange, daß ich in dir ruhe und mein Gemüth sich allein in dir befriedige. Du allein bist der wahre Friede und die wahre Ruhe des Herzens. Durch Jesum Christum, unsern Herrn und Heiland haben wir Frieden mit dir und freien Zugang zu deiner Gnade. In deinem Frieden, in dir, dem einen höchsten und ewigen Gut, laß mich auch jetzt einschlafen und ruhen. Amen.
Am Mittwoch Morgen.
Barmherziger, gnädiger Gott, du Vater des ewigen Lichts und Trostes, dessen Güte und Treue alle Morgen neu ist! Dir danke ich, daß du mich in dieser Nacht gnädig behütet haft, und das liebliche Tageslicht wieder für mich anbrechen ließest. Laß mich in deiner Gnade und Liebe diesen Tag verleben, und erleuchte mich mit dem himmlischen Licht, welches mir in deinem Sohn Jesu Christo aufgegangen ist. Bewahre in meinem Herzen den Glauben, den du darin angezündet hast; mehre und stärke denselben in der Liebe und Demuth, daß ich in den heiligen Fußstapfen meines Erlösers wandle, und die Ehrfurcht vor dir in allem meinem Thun mich begleite. Erwecke in mir eine heilige Begierde nach deiner Gerechtigkeit, bewahre mich vor der Sünde, behüte mich vor Versuchung, und lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen. Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Sey du mein Schutz und mein Trost in allen Widerwärtigkeiten. Dir befehle ich meine Gedanken, mein Herz und all mein Vornehmen. Segne mein Thun, und laß es zu deines Namens Ehre, und zum Wohl meines Nächsten gereichen. Leite mich in deiner Gnade und halte deine Hand über mir. Behüte meinen Ausgang und Eingang. Herr! segne und behüte mich; laß dein Angesicht über mich leuchten, und gib mir deinen Frieden hier und bort einst ewig. Amen.
Am Mittwoch Abend.
Lob und Preis sey dir gesagt, mein Schöpfer und Herr, mein gütigster Wohlthäter und Vater, für den Reichthum deiner Gnade, womit du mich bisher erfreuet, und in diesem mühevollen Erdenleben so oft erquicket haft. Wie wenig kann alles Irdische und Vergängliche meine Seele befriedigen, wenn ich dich nicht liebe, mein Gott, und mich deines gnädigen Wohlgefallens nicht erfreuen darf. Alles was auf Erden ist ist hinfällig; auf dich nur kann ich mich gänzlich verlassen; du bist mein Trost, du bist mein höch. stes Gut. Bei dir suche ich denn auch in dieser Abendstunde Ruhe für meine Seele, und gelobe dir aufs neue, mein ganzes Leben nach deinem Willen einzurichten. Bin ich auch heute in Gedanken, Worten und Werken von deinen Wegen abgewichen, so verzeih, allgütiger Vater! Befestige selbst in mir den Vorsat, unsträflicher vor dir zu wandeln, treuer in der Nachfolge meines Heilandes zu werden, und mich ernstlicher auf die Ewigkeit vorzubereiten. Lap mich in deiner Liebe, und in der Gemeinschaft mit dir und


