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Heiliges Lippen- und Herzens-Opfer einer gläubigen Seele oder vollständiges Gesang-Buch : enthält in sich die neuesten und alten Lieder des seligen D. Luther u.a. erleuchteten Lehrer unserer Zeit ; zur Beförderung der Gottseligkeit bei öffentlichem Gottesdienst in Pommern und andern Orten zu gebrauchen ; eingerichtet, auch mit bekannten Melodien versehen ; Nebst einem geistreichen Gebet-Buch ; mit vermehrtem Sonn- und Festtags-Register versehen / von ... Laur. David Bollhagen
Entstehung
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Kleine Catechismus,

mit der Auslegung

D. Martin Luthers.

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Das erste Hauptstück. Von den Zehn Geboten.

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Das erste Gebot. bin der HErr, deinGOtt: Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.

Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt über alle Dinge fürchten, lieben und ver­

trauen.

Das andere Gebot.

Du sollst den Namen deines GOttes nicht unnüglich füh­ren: denn der HErr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, Lügen oder trügen; sondern den felben in allen Nöthen anrufen, beten, loben und danken.

Das britte Gebot. Du sollst den Feiertag heiligen. In diur

Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir die Bredigt und sein Wort nicht verachten; son bern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen.

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Das vierte Gebot. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß

dir's wohl gehe, und du lange lebest auf Erden.

Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten, noch er­zürnen; sondern sie in Ehren hal­ten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und werth halten.

di Das fünfte Gebot. Du sollst nicht tödten.

Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid thun; sondern ihm hel­fen und fördern in allen Leibes­nöthen.

Das sechste Gebot. Du sollst nicht ehebrechen. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir teusch und züchtig leben in Worten und Werken, und ein Jeglicher sein Gemahl liebe und ehre.

1791

Das siebente Gebot. Du sollst nicht stehlen.

Was ist das? Antwort: Wir follen GOtt fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten sein Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Waare oder Han­del an uns bringen; sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.

Das achte Gebot. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. X.

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