Historia von der Auferstehung JEfu Chrifti. 103
JEsus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thoma, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben.
Darnach in Galiläa offenbarete sich JEsus abermal an dem Meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also: Es waren bei einander Simon Petrus, und Thomas, der da heißet Zwilling, und Nathanael von Cana, aus Galiläa, und die Söhne Zebedäi, und andere zween seiner Jünger. Spricht Simon Petrus zu thnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus, und traten ins Schiff alſo bald. Und in derselbigen Nacht fingen sie nichts.
Da es aber jeßt Morgen war, stand JEsus am Ufer. Aber die Jünger wußten nicht, daß es JEsus war. Spricht JEsus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu
also mußte Christus leiden, und auferstehen von den Todten am dritten Tage, und predigen lassen in seinem Namen, Buße und Vergebung der Sünden, unter allen Völkern, und anheben zu Jerusalem. Jhr aber seid deß alles Zeugen. Und abermal spricht er zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleich wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an, und sprach zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlaffet, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind fie behalten.
Das andere Hauptstück. Was zwischen Ostern und der Himmelfahrt des HErrn vorgegangen. Thomas aber, der Zwölfen einer, Zwilling,
war nicht bei ihnen, da JEsus tam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den HErrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägel maal, und lege meine Finger in die Nägelmaal, und lege meine Hand in seine Seite, will ich es nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal seine Jünger darinnen, und Thomas mit ihnen. Kommt JEsus, da die Thüren verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Darnach spricht er zu Thoma: Reiche deine Finger her, und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her, und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Thomas antwortete, und sprach zu ihm: Mein HErr und mein GOtt! Spricht
Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz zur Rechten des Schiffes, so werdet ihr finden. Da warfen sie, und konnten nicht mehr ziehen, vor der Menge der Fische.
Da sprach der Jünger, welchen JEsus lieb hatte, zu Petro: Es ist der HErr. Da Simon Petrus hörte, daß es der HErr war, gürtete er das Hemde um sich( denn er war nackend) und warf sich ins Meer. Die andern Jünger aber kamen auf das Schiff( denn sie waren nicht fern von dem Lande, sondern bei zwei hundert Ellen) und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun austraten aufs Land, sahen sie Koblen gelegt und Fische darauf, und Brod. Spricht JEsus zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus stieg hinein, und zog'das Netz aufs Land, voll
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