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Morgengesänge.
von der Schwachheit meiner Zungen Ehr und Ruhm, dieweil dein Schild mich vor Unfall hat umhüllt.
nossen, und was ich sonst durch| Bär; es wird billig dir gesungen deine milde Gabe auf Erden habe. 10. Die Obrigkeit erhalt bei gutem Stande, gieb Friede, Glück und Heil in allem Lande; behüt' uns allerseits, o HErr, aus Gnaden vor Schand und Schaden. 11. Du wollest auch an diesem Tag mich stärken durch deine Kraft in des Berufes Werken, auf daß ich möge in denselben allen dir wohlgefallen.
12. Zulegt verleih, wenn ich aus diesem Leiden, es sei heut oder morgen, werd abscheiden, daß ich auf Christi Tod mög selig sterben, den Himmel erben.
13. So bin ich dann an Leib und Seel genesen und mir ist wohl auf dieser Welt gewesen; dort habe ich das rechte Kleinod funden, hier überwunden.
14. Das hilf mir, Vater, der du mit dem Sohne und Heilgem Geist regierst in einem Throne; gieb, daß ich dessen, was ich jest begehret, ja werd gewähret.
D. J. Gesenius. 36. M. HErr, nicht schicke deine. Lebo muß die Nacht mit Schrek
ten sich ins tiefe Meer verstek ken, denn das Licht ist angesteckt, so des Höchsten Preis aufdeckt, hebt auch an mit goldnen Strahlen unsre Felder zu bemalen; alles sieht den klaren Tag, was zuvor im Dunkeln lag.
2. Soll man denn im Schlaf der Sünden einzig dich noch länger finden, meine Seel? O tomm ans Licht und vergiß des Lobes nicht, das du deinem GOtt sollst geben, weil er dir gefrist't dein Leben und aus duntler, trüber Nacht dich ans Tageslicht gebracht.
3. Sprich: O GOtt, der du gebauet, was man hier mit Augen schauet, Himmel, Erde, Luft und Meer, Menschen, Fische, Vögel,
4. Ja, du hast bisher aus Gnaden mich mit Wohlthat überladen, mich, der ich aus schwachemSinn dir oft widerstenstig bin; hättest du nicht mein geschonet, und mir nach Verdienst gelohnet, wär ich längst in stete Nacht, in der Hölle Grab gebracht.
5. Drum vergieb mir meine Sünde, die ich mehr an mir befinde, als Sandkörner sind im Meer, Lichter bei dem Sternenheer. Laß auch deiner Engel Schaaren, o mein GOtt, mich so bewahren, daß des Teufels Listigkeit mir nicht schad zu jeder Zeit.
6. Leite mich auf deinen Wegen, laß mir das sein angelegen, was mein Stand und Wandel ist, wozu du mich hast erfieſt. Du, o HErr, wollst mein Studiren, meiner Mühe Fleiß regieren, dir zum Lob, zur Wahrheit Schuß, und zu meines Nächsten Nuß.
7. Lente meinen Muth und Sinnen, laß das üppige Beginnen gänzlich sein von mir verweist, gieb mir einen reinen Geist, gieb mir, HErr, gesunde Glieder und was dir an mir zuwider, laß mich, bitt ich, gänzlich nun durch dein' Hülfe von mir thun.
8. Gieb, daß auch in fremden Landen gute Gönner sein vorhanden, die, wenn ich in Nöthen sei, mir mit Hülfe springen bei. Laß mich böse Leute fliehen, die mich von der Tugend ziehen; treib von mir der Wollust Sucht, gieb mir Mäßigkeit und Zucht.
9. Endlich, wenn die Zeit vorhanden, daß von Leibes Joch und Banden meine Seel durch's Todes Hand jetzt soll werden ausgespannt, so laß mich sein sanft
ver


