Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Beschluß und täglicher Seufzer. 75

ab von deiner Ungnade GOtt, der bald Hülfe über uns. Beschüße deine schaffen kann, da keine ist. arme Christenheit, welche Du kannst aus nichts etwas sich auf dich allein verlässet, machen; denn alles, was daß die Pforten der Höllen du willst, das thust du im

fie nicht überwältigen. Sei Himmel und auf Erden, und bleibe du mitten unter uns, und weiche nicht von deiner Gemeine. Thue sol­ches um deines Namens willen, daß er nicht enthei­liget werde, ja thue es um JEfu Chrifti, deines lieben Sohnes willen. Amen. Habermann.

Beschluß und läglicher Seufzer.

mein gütiger GOtt

und ist niemand, der dir kann und darf widerstreben, oder der dich hindern kann, uns zu helfen.

Darum, mein GOtt und Helfer, hilf mir um deines Namens willen, wie du weißt, daß mir nach deinem gnädigen Willen nüß und selig ist. HErr, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Ich bin gewiß, es gehe mir, wie es wolle, wohl oder

zum Besten gereichen.

ist meines Herzens Anliegen besser bekannt, als mir sel- Leb ich, so leb ich dein, ber. Du bist ia unser GOtt, sterb ich, so sterb ich auch der uns bereitet hat, unser dein. Nur allein gieb mir Vater, der Tag und Nacht Geduld, dir in allem Kreu­immer fort und fort Sorge ze still zu halten, und dei­für uns tråget, der du nicht nem Willen, der allewege schläfest, sondern deine- der beste ist, in allem willig terlichen Augen stets auf und gerne zu folgen, und uns wendest, daß auch nicht ungezweifelt zu glauben, ein Härlein von unserm du werdest es mit mir so Haupte wider deinen Wil- wohl machen, daß ich mit len fallen mag. herzlichem Seufzen: Der Ach mein HErr und mein HErr hat alles wohlge­GOtt, so bilf mir doch nun, macht! dich werde loben, wie du am besten weißt, rühmen und preisen. Hilf wie mir zu helfen stehet; mir, mein JEsu, zu der du bist ja der allmächtige ewigen Seligkeit. Amen.