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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Von der Geburt Chrifti.

2. Ein Kindelein so ld- licht weicht hunderttau­belich ist uns geboren heute send Sonnen nicht. von einer Jungfrau sau- 2. Laß dich erleuchten, berlich, zu Trost uns ar- meine Seele, versäume men Leuten. War uns nicht den Gnaden- Schein; das Kindlein nicht geborn, der Glanz in dieser kleinen so warn wir allzumal ver- Höhle streckt sich in alle lorn, das Heil ist unser Welt hinein; er treibet aller. Ei du süßer JEsu weg der Höllen Macht, Christ, der du Mensch ge- der Sünden und des Kreu­boren bist, behüt uns vor zes Nacht. der Hölle.

3. In diesem Lichte kannst 3. Als die Sonn durch- du sehen das Licht der kla­scheint das Glas mit ihren Seligkeit; wenn Son­rem klaren Scheine, und ne, Mond und Stern ver­doch nicht versehret das, gehen, vielleicht noch in so merket allgemeine: zu gar kurzer Zeit, wird die­gleicher Weis geboren ses Licht mit seinem Schein ward von einer Jungfrau dein Himmel und dein rein und zart GÖttes Alles sein. Sohn der werthe; in ein Kripp ward er gelegt, große Marter für uns trägt hier auf dieser Erde.

4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens­und dein Liebes- Licht; mit GOtt mußt du es 4. Die Hirten auf dem treulich meinen, sonst hilft Felde warn, erfuhren neue dir diese Sonne nicht; Mähre von den engeli- willst du genießen diesen schen Schaarn, wie Chrift Schein, so darfst du nicht geboren wäre, ein König mehr dunkel sein.

über alle König groß: He- 5. Drum, JEsu, schöne rod die Red gar sehr ver- Weihnachts- Sonne, be­droß, aussandt er seine Bo- strahle mich mit deiner ten. Ei, wie gar ein fal- Gunst; dein Licht sei mei­sche List erdacht er wider ne Weihnachts- Wonne, JEsum Christ. Die Kind­lein ließ er tödten.

15. Jahrh.

Mel. O daß ich tausend Sungen hätte.

und lehre mich die Weih­nachts- Kunst, wie ich im Lichte wandeln soll, und sei des Weihnachts- Glanzes voll. Casp. Fr. Nachtenhöfer.

ist die In eigener Melodie.

26. Des acht, da 27. GS- in ketind geborn

mir erschienen des großen GOttes

zu

Freundlichkeit; bem:: des freuet sich Je­das Kind, dem alle Engel rusalem. Hallelujah.

dienen, bringt Licht in mei­

2. Hier liegt es in dem ne Dunkelheit; und die- Krippelein:: ohn Ende ses Welt- und Himmels­