Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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18 Von der Zukunft Chrifti ins Fleisch.

5. In der Welt ist alles Leben, alles, was du willst, nichtig, nichts ist, das nicht ist dein; Christus, der sich kraftlos wår. Hab ich Ho- dir ergeben, legt sein Reich­beit, die ist flüchtig; hab thum bei dir ein. Seine ich Reichthum, was ists Gnad ist deine Kron, und mehr, als ein Stücklein du bist sein Stuhl und armer Erd? Hab ich Lust, Thron; er hat dich in fich was ist sie werth? Was ist, geschlossen, nennt dich sei­das mich heut erfreuet, das nen Hausgenossen. mich morgen nicht gereuet?

10. Seines Himmels 6. Aller Trost und alle güldne Decke spannt er Freude ruht in dir, HErr um dich rings herum, daß JEsu Christ; dein Er- dich fort nicht mehr er­freuen ist die Weide, da schrecke deines Feindes Un­man sich recht fröhlich ist. geftum; seine Engel stellen Leuchte mir, o Freuden- fich dir zur Seiten: wenn licht, ehe mir mein Herze du dich hier willst oder bricht; laß mich, HErr, dort hinwenden, tragen ſie an dir erquicken, JEsu, dich auf den Händen. komm, laß dich erblicken

11. Was du Böses hast 7. Freu dich, Herz, du begangen, das ist alles ab­bift erhöret, icko kommt geschafft; GOttes Liebe und zeucht er ein; sein Gang nimmt gefangen deiner ist zu dir gekehret, heiß ihn Sünden Macht und Kraft; nur willkommen sein, und Christi Sieg behält das bereite dich ihm zu, gieb Feld, und was Böses in dich ganz zu seine Ruh; der Welt sich will wider öffne dein Gemüth und dich erregen, wird zu lau­Seele, klag ihnt, was dich ter Glück und Segen. druck und quale. 12. Alles dient zu dei­8. Siehst du, wie sich nem Frommen, was dir alles setzet, was dir vor bös und schädlich scheint, zuwider stund? Hörst du, weil dich Christus ange= wie er dich ergöket mit dem nommen, und es treulich zuckersüßen Mund? Ei mit dir meint. Bleibest du wie läßt der große Drach dem wieder treu, ists ge= all sein Thun und Toben wiß, und bleibt dabei, daß nach: er muß aus dem du mit den Engeln droben Vortheil ziehen, und in ihn dort feinen Abgrund fliehen.

ewig werdest Paul Gerhard.

loben.

9. Nun, du hast ein süßes

II. Von der Geburt Chriſti.

Mel. Wo GOtt der vor GOttes Freund und HErr nicht bei uns hält. Kindern! Wie wird ihr An­

22. dh wie erschrikt gesicht verstellt, wenn fie

Welt

nicht