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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Von der Zukunft Chrifti

Herz, das richtig ist, und an, wenn ihr euch wollet folget GOttes Leiten, das rathen, und gehn die rechte kann sich recht bereiten, zu Bahn, die zu dem Himmel dem kommt JEsus Christ. führt; sonst, wo ihr ihn

4. Ach mache du mich verachtet, und nur nach Armen in dieser Gnaden- Hoheit trachtet, euch zeit aus Gute und Erbar- GOttes Zorn dann rührt. men, HErr JEsu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen; so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein.

5. Jhr Armen und Elenden zu dieser bösen Zeit, die ihr an allen En­den müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohl­gemuth, laßt eure Lieder klingen und thut dem Kd­nig fingen, der ist eur höchstes Gut.

V. 1-3 Valent. Thilo. Mel. Von GOtt will ich nicht lassen.

17. Nun un jauchzet all

6. Er wird nun bald er­scheinen in seiner Herrlich­ihr Frommen, keit, und all eur Klag und zu dieser Gnadenzeit, weil Weinen verwandelen in unser Heil ist kommen, der Freud. Er ist, der helfen HErr der Herrlichkeit, kann: halt eure Lampen zwar ohne stolze Pracht, fertig, und seid stets sein doch mächtig zu verheeren gewärtig, er ist schon auf und ganzlich zu zerstören der Bahn. des Teufels Reich und Macht.

M. Michael Schirmer.

geritten auf einem Efelein, 18. Neiden Hei­

2. Er kommt zu uns In bekannter Melodie. un komm der.

und stellt sich in die Mit­

ten für uns zum Opfer land, der Jungfrauen Kind ein; er bringt kein zeitlich erkannt, daß sich wunder Gut; er will allein erwer- alle Welt, GOtt solch ben durch seinen Tod und Geburt ihm bestellt. Sterben, was ewig wah­ren thut.

2. Nicht von Manns­blut, noch von Fleisch, al­3. Kein Zepter, feine lein von dem heilgen Geift Krone sucht er auf dieser ist GOtts Wort worden Welt: im hohen Himmels- ein Mensch, und blüht ein Throne ist ihm sein Reich Frucht Weibes Fleisch. bestellt; er will hier seine Macht und Majestät ver­hüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat voll­bracht.

3. Der Jungfrau Leib schwanger ward, doch blieb Keuschheit rein bewahrt, leucht hervor manch Tu­gend schön, GOtt da war in seinem Thron.

4. Jhr großen Potenta­ten, nehmt diesen König

4. Er ging aus der Kam­