Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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Von der Zukunft Chrifti ins Fleisch. 11

Mel. Aus meines Her- schickt, ertragen mit uner­zens Grunde, oder: Von GOtt will ich nicht lassen

schrocknem Muth.

13. Auf, auf, ihr

und Flammen uns alles 6. Und wenn gleich Krieg rauben hin, Geduld! weil Reichsgenos ihm zusammen gehört doch sen, eur König kommt der Gewinn. Wenn gleich heran: empfahet unver- ein früher Tod uns, die drossen den großen Wun- uns lieb, genommen, wohl­dermann. Ihr Christen, an, so sind sie kommen geht berfür, laßt uns vor ins Leben aus der Noth. allen Dingen ihm Hosianna fingen mit heiliger Begier.

7. Frisch auf in GOtt, ihr Armen, der König sorgt 2. Auf, ihr betrübten für euch; er will durch sein Herzen, der König ist gar Erbarmen euch machen nah, hinweg all Angst und groß und reich; der an ein Schmerzen, der Helfer ist Thier gedacht, der wird schon da; seht, wie so auch euch ernähren: was mancher Ort hochtröstlich Menschen nur begehren, ist zu nennen, da wir ihn das steht in seiner Macht. finden können im Nacht­mahl, Tauf und Wort.

8. Hat endlich uns be­troffen viel Kreuz, läßt er

3. Auf, auf, ihr Vielge- doch nicht die, welch auf plagten, der König ist nicht ihn stets hoffen mit rechter fern; seid fröhlich, ihr Ver- Zuversicht. Von GOtt zagten, dort kommt der kommt alles her, der låsſet Morgenstern; der HErr auch im Sterben die Sei­will in der Noth mit rei- nen nicht verderben, fein chem Trost euch speisen, er Hand ist nicht zu schwer. will euch Hülf erweisen, ja dampfen gar den Tod.

9. Frisch auf, ihr Hoch­betrübten, der König kommt 4. Nun hört, ihr fre- mit Macht; an uns, sein chen Sünder, der König Herzgeliebten, hat er schon merket drauf, wenn ihr, längst gedacht: nun wird verlorne Kinder, in vollem kein Angst, noch Pein, noch Laster- Lauf auf Arges seid Zorn hinfür uns schaden, bedacht, ia thut es ohne dieweil uns GOtt aus Sorgen: gar nichts ist Gnaden läßt seine Kinder ihm verborgen, er giebt sein. auf alles Acht.

10. So lauft mit schnel­5. Seid fromm, ihr Un- len Schritten, den König terthanen, der König ist zu besfehn, dieweil er kommt gerecht. Laßt uns die Weg geritten stark, herrlich, sanft ihm bahnen und machen und schön. Nun tretet all alles schlecht. Fürwahr, er heran, den Heiland zu be­meint es gut, drum laffet grüßen, der alles Kreuz ver­uns die Plagen, die er uns süßen und uns erlösen kann. 11. Der